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Versicherungs- & Finanzmakler — ohne Nachfassen versickert das meiste

Ein Vertrauensgeschäft mit langem Vorlauf: Wer heute anfragt, entscheidet oft Monate später. Genau in dieser Zeit gehen die meisten Kontakte verloren — nicht durch Absagen, sondern weil sich niemand mehr gemeldet hat. Wir trennen die Kampagnen nach Produktbereich, ersetzen das Kontaktformular durch eine echte Terminbuchung und richten Nachfassstrecken ein, die über Monate laufen statt über Tage.

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Stefan Fantobsky
Geprüft von Stefan Fantobsky
Performance Marketing & Growth, SkyXmedia™ · Zuletzt aktualisiert: 30.08.2026
Termin statt Kontaktformular
Nachfassen über Monate
Bestand statt nur Abschluss

Was wir für Maklerbüros machen

Die Besonderheit dieser Branche liegt zwischen Anfrage und Abschluss. Wer eine Absicherung erwägt, hat selten Zeitdruck — und genau deshalb entscheidet nicht die Reichweite über den Erfolg, sondern was nach der ersten Anfrage passiert. Diese sechs Bausteine setzen dort an:

Kampagnen je Produktbereich Zwischen Hausrat und betrieblicher Altersvorsorge liegen im Ertrag zwei Größenordnungen. Getrennte Kampagnen erlauben unterschiedliche Gebote — und zeigen erst, welcher Bereich tatsächlich trägt. Mehrere Sparten im Angebot Mehr erfahren → Terminbuchung statt Kontaktformular Ein Formular erzeugt eine Aufgabe, ein gebuchter Termin einen Vorgang. Genau zwischen diesen beiden Zuständen gehen in dieser Branche die meisten Interessenten verloren. Der größte Einzelhebel Mehr erfahren → Automatische Nachfassstrecken Zwischen Anfrage und Abschluss liegen oft Monate. Wiedervorlagen und E-Mail-Strecken sorgen dafür, dass kein Kontakt versickert, nur weil der Zeitpunkt noch nicht passte. Lange Entscheidungswege Mehr erfahren → Nischen statt Vergleichsbegriffe Bei den großen Produktbegriffen stehen Vergleichsportale mit Budgets, die kein Maklerbüro aufwiegt. In den Nischen — Berufsgruppen, gewerbliche Sparten — ist der Wettbewerb dagegen erstaunlich dünn. Organischer Aufbau Mehr erfahren → Regionale Sichtbarkeit und Profil Viele suchen bewusst einen Ansprechpartner vor Ort statt eines Portals. Ein gepflegtes Unternehmensprofil mit Bewertungen ist hier der günstigste Zugang zu genau diesen Menschen. Regional tätig Mehr erfahren → Bewertung nach Abschluss und Bestand Anfragezahlen sagen wenig. Erst wenn Abschlüsse zurücklaufen — und die Bestandswirkung mitgerechnet wird — zeigt sich, welcher Bereich das Budget verdient. Sobald Budget fließt Mehr erfahren →

Was kostet Dich der fehlende Nachfassprozess?

Trag ein, wie viele Anfragen ankommen und was daraus wird. Du siehst den Unterschied zwischen dem heutigen Ablauf und einem mit Terminbuchung und Nachfassstrecke.

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Heute: Formular, kein Nachfassen
Termine / Monat
Abschlüsse / Monat
Verlorene Kontakte
Ertrag / Jahr
Mit Terminbuchung und Nachfassen
Termine / Monat
Abschlüsse / Monat
Verlorene Kontakte
Ertrag / Jahr

Vertretbare Kosten je Anfrage nach Produktbereich

Die zweite Frage dieser Seite: Für welche Bereiche lohnt sich Werbung überhaupt? Die Werte unten sind Beispielgrößen — überschreib sie mit Deinen.

Für die Verbesserung setzen wir an, dass eine Terminbuchung die Quote von der Anfrage zum Termin deutlich anhebt und ein Nachfassprozess einen Teil der zunächst inaktiven Kontakte zurückholt — beides Erfahrungswerte aus Kundenprojekten, keine Branchenstatistik. Die Abschlussquote im Termin bleibt unverändert; sie hängt an der Beratung, nicht am Marketing. Beim Ertrag je Abschluss ist die Bestandswirkung entscheidend: Wer nur die Abschlussprovision ansetzt, unterschätzt den Wert eines Kunden erheblich. Die Produktbereiche unten rechnen mit hinterlegten Beispielquoten von Anfrage zu Abschluss, die je Büro anders ausfallen.

So gehen wir vor

Fünf Schritte von der Sortierung der Produktbereiche bis zur Bewertung nach Abschlüssen. Klick auf einen Schritt, um zu sehen, was dort passiert.

Bereiche ordnen

3–5 Tage

Zuerst die Frage, welche Produktbereiche sich für Dich rechnen. Zwischen einer Hausratversicherung und einer betrieblichen Altersvorsorge liegen im Ertrag Welten — und im Beratungsaufwand ebenfalls.

  • Ertrag je Produktbereich erfassen
  • Beratungsaufwand realistisch ansetzen
  • Bereiche mit Bestandswirkung erkennen
  • Wunschzielgruppen benennen

Nischen wählen

1 Woche

Bei den großen Produktbegriffen stehen Vergleichsportale mit Budgets, gegen die kein Maklerbüro ankommt. In den Nischen — bestimmte Berufsgruppen, gewerbliche Sparten — ist der Wettbewerb dagegen dünn.

  • Vergleichsportale als Wettbewerb einordnen
  • Zielgruppen statt Produkte in den Mittelpunkt
  • Gewerbliche Sparten prüfen
  • Realistische Ziele je Nische festlegen

Termin statt Formular

1–2 Wochen

Ein Kontaktformular erzeugt eine Aufgabe, ein gebuchter Termin einen Vorgang. Der Unterschied entscheidet in dieser Branche über den Großteil der Abschlüsse — weil zwischen Anfrage und Beratung die meisten Kontakte verloren gehen.

  • Terminbuchung statt Kontaktformular
  • Beratungsdauer und Format klarstellen
  • Vorbereitung im Buchungsprozess abfragen
  • Erinnerungen gegen Nichterscheinen

Nachfassstrecken

1–2 Wochen

Wer heute anfragt, entscheidet oft Monate später. Ohne automatische Wiedervorlagen und E-Mail-Strecken versickert der größte Teil — nicht wegen Absagen, sondern weil sich niemand mehr gemeldet hat.

  • Automatische Wiedervorlagen je Stufe
  • E-Mail-Strecke mit echtem Informationswert
  • Anlässe für erneute Ansprache nutzen
  • Klare Regel, wann ein Kontakt ruht

Nach Abschluss bewerten

laufend

Bewertet wird nach Abschlüssen und deren Wert, nicht nach Anfragen. In einer Branche mit Bestandsprovisionen zählt außerdem, was ein Kunde über die Jahre bringt — nicht nur die Abschlussprovision.

  • Abschlüsse je Bereich zurückspiegeln
  • Bestandswirkung mitrechnen
  • Budget zu tragenden Bereichen verschieben
  • Lange Entscheidungswege einkalkulieren

Terminbuchung statt Kontaktformular

Das ist der größte Einzelhebel in dieser Branche, und er kostet fast nichts außer der Einrichtung. Der Unterschied liegt im Zustand, den er erzeugt: Ein abgeschicktes Formular ist eine Aufgabe auf Deiner Seite. Ein gebuchter Termin ist ein Vorgang mit festem Datum, den beide Seiten im Kalender haben.

Was zwischen Formular und Gespräch alles schiefgehen kann, ist der Grund für die Verluste: Der Rückruf erfolgt zu spät, der Interessent ist nicht erreichbar, ein Zeitpunkt lässt sich nicht finden, das Interesse kühlt ab. Jeder dieser Schritte kostet Kontakte.

Worauf es bei der Umsetzung ankommt:

  • Klar sagen, was der Termin ist. Dauer, Format — Telefon, Video oder vor Ort — und dass er unverbindlich ist. Unklarheit darüber ist der häufigste Abbruchgrund.
  • Wenige Angaben verlangen. Name, Kontakt, grobes Anliegen. Alles Weitere gehört ins Gespräch.
  • Keine Gesundheitsfragen im Buchungsprozess — dazu unten mehr, das ist kein Detail.
  • Erinnerungen versenden. Bei Terminen, die zwei Wochen im Voraus gebucht werden, senkt das die Ausfälle spürbar.
  • Die Erstinformation sauber einbinden, damit die aufsichtsrechtlichen Pflichten erfüllt sind, bevor beraten wird.

Ein angenehmer Nebeneffekt: Der Zeitdruck bei der Erstreaktion entfällt weitgehend. Wer einen Termin gebucht hat, muss nicht binnen Stunden zurückgerufen werden.

Automatische Nachfassstrecken

Der zweite große Verlustpunkt liegt nach dem Erstkontakt. Jemand informiert sich über eine Absicherung, findet das Thema wichtig — und verschiebt die Entscheidung. Das ist kein Desinteresse, sondern der Normalfall bei Produkten ohne Zeitdruck.

Ohne Prozess passiert dann nichts mehr. Mit Prozess sieht es so aus:

  • Automatische Wiedervorlagen je Stufe. Wer ein Angebot erhalten hat, kommt nach einer festgelegten Frist wieder auf den Tisch — ohne dass jemand daran denken muss.
  • E-Mail-Strecken mit echtem Informationswert. Eine Einordnung zu der Frage, die den Kontakt beschäftigt hat; ein Hinweis auf eine relevante Änderung; eine Checkliste zur Vorbereitung. „Ich wollte mich nochmal melden" ist keine Nachfassstrecke.
  • Passende Zeiträume. In dieser Branche gehört ein Kontakt, der „vielleicht später" sagt, nicht in drei Tagen wieder angesprochen, sondern in sechs oder zwölf Monaten.
  • Anlässe nutzen statt Kalender. Jahreswechsel, Gesetzesänderungen, ein Wechsel der Lebenssituation — das sind die Momente, in denen aus Aufschub eine Entscheidung wird.
  • Eine klare Regel, wann ein Kontakt ruht. Ohne sie wächst die Liste zu und niemand sieht mehr, was wirklich offen ist.

Der technische Aufbau steht unter CRM System. Der Aufwand ist überschaubar, der Effekt bei Entscheidungswegen von Monaten dagegen groß — er ist im Rechner weiter oben beziffert.

Kampagnen je Produktbereich

Zwischen einer Hausratversicherung und einer betrieblichen Altersvorsorge liegen im Ertrag zwei Größenordnungen — und im Beratungsaufwand ebenfalls. Eine gemeinsame Kampagne optimiert vorhersehbar auf das Günstigste, also auf die kleinen Sparten mit hohem Suchvolumen und niedriger Hemmschwelle.

Getrennte Kampagnen erlauben unterschiedliche Gebote und, wichtiger noch, eine getrennte Bewertung. Erst dann zeigt sich, welcher Bereich das Budget verdient.

Wo Sichtbarkeit realistisch ist

Bei den großen Produktbegriffen stehen Vergleichsportale, die seit Jahren daran arbeiten. Dort mitzubieten oder ranken zu wollen, ist für ein Maklerbüro verlorene Mühe — die Schwierigkeit liegt bei den Hauptbegriffen im obersten Bereich.

Zwei Wege bleiben, und beide funktionieren:

  • Produkt plus Zielgruppe. Absicherung für bestimmte Berufsgruppen, für Selbstständige, für Beamte. Deutlich weniger Volumen, deutlich weniger Wettbewerb und eine erheblich höhere Trefferquote — weil jemand mit einer speziellen Situation nicht das nächstbeste Vergleichsportal sucht.
  • Gewerbliche Sparten. Betriebshaftpflicht, Cyberversicherung, Absicherung für Geschäftsführer — hier ist die Konkurrenz spürbar dünner als im Privatkundengeschäft, und die Erträge liegen höher.

Dazu kommt die regionale Suche: Ein Teil der Interessenten will bewusst einen Ansprechpartner vor Ort statt eines Portals. Für genau diese Menschen ist ein gepflegtes Unternehmensprofil der günstigste Zugang, den es gibt.

Selbstcheck: Wo verlierst Du Kontakte?

Acht Aussagen aus der Praxis. Die Auswertung erscheint sofort — es werden keine Daten übertragen und nichts gespeichert.

Frage 1 von 8

Aufsichtsrecht und Gesundheitsdaten

Zwei Themen, die in dieser Branche über die technische Umsetzung mitentscheiden — und bei denen wir bewusst zurückhaltend arbeiten.

Erstinformation und Transparenz

Für Versicherungsvermittler gelten Informationspflichten, die vor der Beratung greifen: Angaben zu Status und Registereintrag, zur Vergütung und zu Beschwerdemöglichkeiten. Für die Website heißt das, dass diese Angaben leicht auffindbar sein müssen und im Buchungsprozess klar ist, wann sie bereitgestellt werden. Wie das im Einzelfall auszugestalten ist, klärst Du mit Deiner IHK oder einem Fachanwalt — wir richten die technische Seite entsprechend ein und sind keine Rechtsberatung.

Gesundheitsdaten

Sobald es um Berufsunfähigkeit oder Krankenversicherung geht, entstehen schnell Gesundheitsdaten, die unter besonderem Schutz stehen. Praktisch bedeutet das:

  • Keine Gesundheitsfragen im Online-Formular. Vorerkrankungen gehören ins Gespräch, nicht in ein Webformular und schon gar nicht in ein Freitextfeld, das in einer Mailablage landet.
  • Kein Retargeting auf Seiten zu gesundheitsbezogenen Produkten. Wer eine Seite zur Berufsunfähigkeit aufruft, gibt potenziell ein Gesundheitsdatum preis — Zielgruppen daraus zu bilden, ist nicht vertretbar. Wir setzen das nicht um.
  • Sparsame Formulare und eine Einwilligung, die tatsächlich vorliegt, bevor gemessen wird.

Das kostet ein Stück Vorqualifizierung und Reichweite. Es ist die einzige Variante, die wir vertreten — mehr dazu unter Analytics & Tracking.

Bestand mitrechnen, nicht nur den Abschluss

Der Rechenfehler, der in dieser Branche am meisten kostet: Bewertet wird die Abschlussprovision, obwohl bei laufenden Verträgen über die Jahre ein Vielfaches hinzukommt. Wer nur das erste Jahr ansetzt, hält Sichtbarkeit für unwirtschaftlich, die sich klar rechnet.

Dazu kommt der zweite Effekt, den kaum jemand beziffert: Ein zufriedener Kunde bringt weitere Sparten. Wer über eine Berufsunfähigkeitsversicherung kommt, fragt später zur Altersvorsorge, zur Haftpflicht, zur Absicherung des Hauses. Der tatsächliche Wert eines gewonnenen Kunden liegt deshalb regelmäßig deutlich über dem, was in der ersten Rechnung steht.

Für die Steuerung heißt das zweierlei: Erstens gehören Abschlüsse auf Kampagnenebene zurückgespiegelt — ohne diese Rückmeldung optimieren die Werbekonten auf Formulare statt auf Kunden. Zweitens sollte die Bewertung Zeit bekommen: Wer nach vier Wochen entscheidet, ob sich eine Kampagne rechnet, misst in einer Branche mit monatelangen Entscheidungswegen vor allem Zufall.

Maklerbüros in Duisburg und NRW

Wir sitzen in Duisburg und betreuen Maklerbüros in ganz Nordrhein-Westfalen. Der regionale Bezug spielt hier eine kleinere Rolle als in anderen Branchen — Beratung findet zunehmend per Video statt, und spezialisierte Büros arbeiten ohnehin überregional. Wo er zählt, ist bei der Suche nach einem Ansprechpartner vor Ort: Ein Teil der Interessenten sucht bewusst jemanden aus der Region statt eines Portals, und für diese Menschen entscheidet das Unternehmensprofil.

Alle betreuten Städte findest Du unter Standorte, weitere Branchen in der Branchenübersicht.

Häufige Fragen aus Maklerbüros

Warum versickern so viele Anfragen?
Weil zwischen einer Anfrage und einem Beratungstermin in dieser Branche eine große Lücke liegt. Wer ein Kontaktformular abschickt, hat sich zu nichts verpflichtet — und mit jedem Tag ohne Rückmeldung sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Gespräch zustande kommt. Dazu kommt, dass der Anlass oft noch nicht drängt: Jemand denkt über eine Absicherung nach, ohne dass ein Termin im Kalender steht. Zwei Dinge helfen dagegen: eine direkte Terminbuchung statt eines Formulars und ein Nachfassprozess, der über Monate läuft statt über Tage.
Warum Terminbuchung statt Kontaktformular?
Weil ein Formular eine Aufgabe erzeugt und ein gebuchter Termin einen Vorgang. Beim Formular muss jemand zurückrufen, den Interessenten erreichen, einen Zeitpunkt finden — jeder dieser Schritte kostet Kontakte. Beim gebuchten Termin steht der Zeitpunkt fest, beide Seiten haben ihn im Kalender, und eine Erinnerung senkt das Nichterscheinen. In der Praxis ist das der größte Einzelhebel in dieser Branche, und er kostet fast nichts außer der Einrichtung.
Lohnt es sich, bei den großen Versicherungsbegriffen zu ranken?
Für ein Maklerbüro praktisch nie. Bei den großen Sparten stehen Vergleichsportale, die seit Jahren daran arbeiten und Budgets einsetzen, die kein Büro aufwiegt — die Schwierigkeit liegt dort im obersten Bereich. Realistisch sind zwei andere Wege: erstens die Verbindung von Produkt und Zielgruppe, etwa Absicherung für bestimmte Berufsgruppen oder gewerbliche Sparten. Zweitens die regionale Suche nach einem Ansprechpartner vor Ort. Beides hat weniger Volumen, aber eine deutlich höhere Trefferquote — und der Wettbewerb ist dort erstaunlich dünn.
Wie sollten Nachfassstrecken aussehen?
Mit echtem Informationswert statt bloßem Nachhaken. Was funktioniert: eine Einordnung zu der Frage, die den Kontakt ursprünglich beschäftigt hat, ein Hinweis auf eine Änderung, die für ihn relevant ist, oder eine Checkliste zur Vorbereitung. Was nicht funktioniert: „Ich wollte mich nochmal melden." Ebenso wichtig ist die Dauer — in dieser Branche gehört ein Kontakt, der „vielleicht später" sagt, in sechs oder zwölf Monaten wieder auf den Tisch, nicht in drei Tagen.
Was ist mit dem Aufsichtsrecht und der Erstinformation?
Für Versicherungsvermittler gelten Informationspflichten, die schon vor der Beratung greifen — dazu gehört die rechtzeitige Erstinformation mit Angaben zu Status, Registereintrag und Beschwerdemöglichkeiten. Praktisch heißt das für die Website: Diese Angaben müssen leicht auffindbar sein, und im Buchungs- oder Anfrageprozess sollte klar sein, wann sie bereitgestellt werden. Auch die Darstellung der Vergütung — Provision oder Honorar — gehört transparent geregelt. Wie das im Einzelfall umzusetzen ist, klärst Du mit Deiner IHK oder einem Fachanwalt; wir richten die technische Seite entsprechend ein.
Wie gehen wir mit Datenschutz bei Gesundheitsfragen um?
Sehr zurückhaltend. Sobald es um Berufsunfähigkeit oder Krankenversicherung geht, entstehen schnell Gesundheitsdaten — besonders geschützt nach der Datenschutz-Grundverordnung. Praktisch bedeutet das: keine Gesundheitsfragen im Online-Formular, kein Retargeting auf Seiten zu gesundheitsbezogenen Produkten, und Vorerkrankungen gehören ins Gespräch, nicht in ein Webformular. Das kostet ein Stück Vorqualifizierung und ist die einzig vertretbare Variante.
Was darf uns ein Termin kosten?
Das hängt am Ertrag des Produktbereichs und an der Quote, mit der aus einem Termin ein Abschluss wird. Wichtig ist, die Bestandswirkung mitzurechnen: Wer nur die Abschlussprovision ansetzt, unterschätzt den Wert eines Kunden erheblich — bei laufenden Verträgen kommt über die Jahre ein Vielfaches hinzu, und ein zufriedener Kunde bringt weitere Sparten. Der Rechner auf dieser Seite macht diese Rechnung konkret. Er zeigt auch, wie unterschiedlich die vertretbaren Kosten zwischen den Bereichen ausfallen.
Lohnen sich gekaufte Leads?
Als Überbrückung möglich, als Dauerlösung selten. Das Muster ist dasselbe wie in anderen Branchen: Leads werden oft mehrfach verkauft, der Interessent bekommt mehrere Anrufe, und Du baust nichts Eigenes auf. Dazu kommt in dieser Branche ein Qualitätsproblem — ein erheblicher Teil der Portal-Leads sind Menschen, die einen Vergleich wollten und keine Beratung. Wer zukauft, sollte die Kosten je Abschluss kennen, nicht die je Lead. Diese Zahl fällt regelmäßig ernüchternd aus.
Wie schnell müssen wir reagieren?
So schnell wie möglich, wenn die Anfrage über ein Formular kam — mit jedem Tag sinkt die Erreichbarkeit, und bei Portal-Leads konkurrierst Du zusätzlich mit anderen Vermittlern. Bei gebuchten Terminen entfällt dieser Druck weitgehend, weil der Zeitpunkt bereits feststeht. Genau das ist ein weiteres Argument für die Terminbuchung: Sie nimmt den Zeitdruck aus der Erstreaktion und macht die Bearbeitung planbar.
Gilt das auch für Finanz- und Honorarberatung?
Weitgehend ja, mit Unterschieden. Die Grundkonstellation ist identisch: Vertrauensgeschäft, langer Vorlauf, hoher Wert je gewonnenem Mandat. Unterschiedlich sind die aufsichtsrechtlichen Anforderungen und die Frage, wie die Vergütung dargestellt wird — bei Honorarberatung ist das Modell selbst erklärungsbedürftig und gehört auf eine eigene Seite. Die Nachfrage nach unabhängiger Beratung gegen Honorar wächst, das Suchvolumen ist aber noch überschaubar.

Weitere Antworten zu Zusammenarbeit, Laufzeiten und Kanälen stehen in unseren häufigen Fragen.

Wer hinter dieser Seite steht

Stefan Fantobsky

Stefan Fantobsky

Performance Marketing & Growth, SkyXmedia™

Betreut bei SkyXmedia™ Anbieter mit langen Entscheidungswegen und beratungsintensivem Geschäft, darunter Maklerbüros. Die Einschätzungen hier stammen aus laufenden Projekten — inklusive des Büros, das mehr Budget wollte, weil zu wenige Abschlüsse kamen. Die Anfragen waren da; sie versickerten zwischen Formular und Rückruf. Wir haben zuerst die Terminbuchung gebaut und das Budget vorerst nicht erhöht.

Zur Klarstellung: Wir sind Marketingdienstleister, keine Rechtsberatung. Wo diese Seite Aufsichts- oder Datenschutzrecht berührt, ist das eine Orientierung — verbindlich auskunftsfähig sind Deine IHK, ein Fachanwalt oder Deine Datenschutzbeauftragten.

Fragen zu dieser Seite oder Widerspruch zu einer Aussage? Schreib uns — Korrekturen bauen wir ein und vermerken sie im Aktualisierungsdatum.

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