Deckungsbeitrag berechnen: was je Verkauf übrig bleibt
Der Deckungsbeitrag ist die Zahl, mit der Du entscheidest, welches Produkt Werbebudget verdient. Trag Verkaufspreis, variable Kosten und optional die Absatzmenge ein — das Ergebnis erscheint sofort.
Deckungsbeitrag berechnen
Trag Preis und variable Kosten ein — die Rechnung läuft nur in Deinem Browser.
Was der Deckungsbeitrag zeigt
Der Deckungsbeitrag beantwortet eine einzige Frage: Was bleibt von einem Verkauf übrig, nachdem die Kosten bezahlt sind, die durch genau diesen Verkauf entstanden sind? Dieser Rest steht zur Verfügung, um Miete, Gehälter und alles Weitere zu decken — und danach für Gewinn.
Damit ist er die ehrlichste Kennzahl für Sortimentsentscheidungen. Der Artikel mit dem höchsten Umsatz ist selten der, der am meisten beiträgt. Erst der Deckungsbeitrag zeigt, welches Produkt das Geschäft tatsächlich trägt.
Umsatz ist eine Zahl für die Statistik. Der Deckungsbeitrag ist die Zahl, nach der man steuert — im Einkauf, in der Preisgestaltung und bei der Verteilung des Werbebudgets.
Formel und Rechenbeispiel
Die Deckungsbeitragsquote setzt diesen Betrag ins Verhältnis zum Preis und macht damit unterschiedliche Produkte vergleichbar.
Beispiel aus dem Handel
| Position | Produkt A | Produkt B |
|---|---|---|
| Verkaufspreis | 120 € | 45 € |
| Wareneinsatz | 62 € | 18 € |
| Versand & Zahlung | 8 € | 7 € |
| Deckungsbeitrag | 50 € | 20 € |
| Deckungsbeitragsquote | 41,7 % | 44,4 % |
Produkt A bringt je Verkauf mehr als das Doppelte, Produkt B hat aber die bessere Quote. Welches Produkt Werbebudget verdient, hängt davon ab, was knapp ist: Sind es Klicks, gewinnt A; ist es das Lager oder die Arbeitszeit, kann B die bessere Wahl sein.
Warum jede Werbeentscheidung daran hängt
Ohne Deckungsbeitrag lässt sich nicht sagen, ob eine Kampagne funktioniert. Ein ROAS von 4 klingt gut — bei einem Deckungsbeitrag von 20 Prozent ist er trotzdem ein Verlustgeschäft.
- Der Deckungsbeitrag je Einheit ist die absolute Obergrenze für die Kosten eines zusätzlichen Verkaufs
- Aus der Deckungsbeitragsquote ergibt sich der Break-even-ROAS: 1 geteilt durch die Quote
- Produkte mit hohem Beitrag gehören in eigene Kampagnen, nicht in einen Sammeltopf
- Bei wiederkehrenden Käufen zählt der Beitrag über die gesamte Kundenbeziehung, nicht nur der erste Verkauf
Wie sich das im Konto umsetzen lässt, gehört zu Google Ads und zur Beratung und Analyse.
Typische Fehler
- Fixkosten mit eingerechnet: Anteilige Miete gehört nicht in die variablen Kosten — sonst rechnest Du Dir das Produkt künstlich schlecht
- Retouren vergessen: Im Onlinehandel ist die Rücksendequote oft der größte einzelne Posten unter den variablen Kosten
- Mit Listenpreisen gerechnet: Maßgeblich ist der durchschnittlich erzielte Preis nach Rabatten und Gutscheinen
- Zahlungsgebühren übersehen: Ein paar Prozent je Transaktion verschieben die Quote spürbar
- Nur den Erstkauf betrachtet: Bei Abos und Nachbestellungen unterschätzt das den Beitrag erheblich