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Marge berechnen — und den Unterschied zum Aufschlag sehen

Marge und Aufschlag werden ständig verwechselt, und der Unterschied kostet bares Geld. Trag Einkaufs- und Verkaufspreis ein — dieser Rechner zeigt beide Werte nebeneinander.

Marge und Aufschlag berechnen

Marge — gemessen am Verkaufspreis
Aufschlag — gemessen am Einkaufspreis
Rohertrag je Einheit
Rohertrag gesamt

Trag Einkaufs- und Verkaufspreis ein — die Rechnung läuft nur in Deinem Browser.

Marge oder Aufschlag — worin der Unterschied liegt

Beide Werte beschreiben denselben Geldbetrag: die Spanne zwischen Einkauf und Verkauf. Sie unterscheiden sich nur darin, worauf sie diesen Betrag beziehen.

  • Marge: Anteil am Verkaufspreis. Sie kann nie 100 Prozent erreichen und ist die Größe, mit der sich Rentabilität beurteilen lässt
  • Aufschlag: Anteil am Einkaufspreis. Er kann beliebig hoch werden und eignet sich zum Kalkulieren im Einkauf
Der teure Denkfehler

Wer 30 Prozent Marge erreichen will und stattdessen 30 Prozent auf den Einkaufspreis aufschlägt, landet bei rund 23 Prozent Marge. Über ein Jahr und ein ganzes Sortiment ist das der Unterschied zwischen einem guten und einem mittelmäßigen Ergebnis.

Formeln und Umrechnung

Marge % = (Verkaufspreis − Einkaufspreis) ÷ Verkaufspreis × 100
Aufschlag % = (Verkaufspreis − Einkaufspreis) ÷ Einkaufspreis × 100

Von einer Zielmarge zum nötigen Verkaufspreis kommst Du so:

Verkaufspreis = Einkaufspreis ÷ (1 − Zielmarge)

Bei 60 € Einkauf und 40 Prozent Zielmarge sind das 60 ÷ 0,6 = 100 €. Der naheliegende, aber falsche Weg — 60 × 1,4 = 84 € — führt zu einer Marge von nur 28,6 Prozent.

Umrechnungstabelle

Margeentspricht AufschlagBeispiel bei 60 € Einkauf
20 %25 %75,00 €
30 %42,9 %85,71 €
40 %66,7 %100,00 €
50 %100 %120,00 €
60 %150 %150,00 €
70 %233 %200,00 €

Je höher die Zielmarge, desto stärker laufen die beiden Werte auseinander. Genau deshalb entstehen die Missverständnisse fast immer im oberen Bereich.

Typische Fehler

  • Aufschlag als Marge ausgewiesen: Der häufigste Fehler überhaupt — und er beschönigt das Ergebnis systematisch
  • Brutto gegen netto gerechnet: Ein Verkaufspreis mit Umsatzsteuer gegen einen Nettoeinkauf ergibt eine Marge, die es nicht gibt
  • Nur den Wareneinsatz betrachtet: Versand, Verpackung, Zahlungsgebühren und Retouren fehlen — dafür ist der Deckungsbeitrag die richtige Größe
  • Mit Listenpreisen kalkuliert: Maßgeblich ist der Preis nach Rabatten, Aktionen und Gutscheinen
  • Marge als Werbebudget missverstanden: Die Marge deckt auch Fixkosten — für Werbung steht nur ein Teil davon zur Verfügung

Wie viel davon tatsächlich in Werbung fließen darf, zeigt der ROAS-Rechner in Verbindung mit Deiner Marge.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Marge und Aufschlag?
Beide beschreiben denselben Geldbetrag, aber gemessen an unterschiedlichen Bezugsgrößen. Die Marge misst den Gewinn am Verkaufspreis, der Aufschlag misst ihn am Einkaufspreis. Ein Aufschlag von 100 Prozent entspricht einer Marge von 50 Prozent — dieselbe Ware, dieselbe Spanne, zwei sehr verschiedene Zahlen.
Welche Zahl soll ich verwenden?
Für die Kalkulation im Einkauf ist der Aufschlag praktischer, weil Du vom Einkaufspreis ausgehst. Für die Beurteilung der Rentabilität und für Werbeentscheidungen ist die Marge die richtige Größe, weil sie sich auf den Umsatz bezieht — genau wie alle Werbekennzahlen.
Warum wird das so oft verwechselt?
Weil beide Werte in Prozent angegeben werden und im Alltag beide als Spanne bezeichnet werden. Der Fehler fällt erst auf, wenn kalkuliert wird: Wer 30 Prozent Marge will und stattdessen 30 Prozent aufschlägt, erhält nur rund 23 Prozent Marge — und wundert sich am Jahresende über das Ergebnis.
Ist die Marge dasselbe wie der Deckungsbeitrag?
Verwandt, aber nicht gleich. Die Marge in diesem Rechner bezieht sich auf den Einkaufspreis der Ware. Der Deckungsbeitrag zieht alle variablen Kosten ab, also auch Versand, Zahlungsgebühren und Retouren. Für Werbeentscheidungen ist der Deckungsbeitrag die belastbarere Zahl.
Rechne ich mit Netto- oder Bruttopreisen?
Durchgängig netto, wenn Du vorsteuerabzugsberechtigt bist. Mischt Du einen Bruttoverkaufspreis mit einem Nettoeinkaufspreis, fällt die Marge um den Steuersatz zu hoch aus — bei 19 Prozent ist das ein erheblicher Unterschied.
Welche Marge ist eine gute Marge?
Das hängt vollständig von der Branche ab: Im Lebensmittelhandel sind einstellige Werte üblich, bei Software und Beratung ein Vielfaches davon. Aussagekräftiger als ein Branchenvergleich ist die Entwicklung Deiner eigenen Marge über die Zeit und der Vergleich zwischen Deinen Produkten.

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