Break-even-Rechner: Deine Gewinnschwelle berechnen
Ab welcher Stückzahl decken Deine Verkäufe die Fixkosten? Trag Fixkosten, Verkaufspreis und variable Stückkosten ein — das Ergebnis erscheint sofort, ohne Anmeldung und ohne dass Zahlen Deinen Browser verlassen.
Break-even berechnen
Trag Deine Zahlen ein — die Rechnung läuft nur in Deinem Browser.
Was der Break-even wirklich aussagt
Der Break-even ist der Punkt, an dem Einnahmen und Kosten sich genau ausgleichen: kein Gewinn, kein Verlust. Jede Einheit darüber hinaus bringt Gewinn, jede darunter vergrößert den Verlust.
Der Wert ist deshalb nützlich, weil er eine abstrakte Frage in eine konkrete übersetzt. Aus „Rechnet sich das?" wird „Wie viele Stück muss ich diesen Monat verkaufen?" — eine Zahl, die im Vertrieb und in der Kampagnenplanung sofort etwas bedeutet.
Der Break-even ist eine Momentaufnahme. Er gilt für die Kostenstruktur, die Du heute hast. Steigen Miete, Löhne oder Einkaufspreise, verschiebt er sich — ohne dass sich an Deinem Absatz irgendetwas geändert hätte.
Formel und Rechenbeispiel
Der Klammerausdruck ist der Deckungsbeitrag je Einheit: der Betrag, den ein einzelner Verkauf zur Deckung der Fixkosten beisteuert. Die Formel fragt also schlicht, wie oft dieser Beitrag in die Fixkosten passt.
Beispiel
| Größe | Wert | Bedeutung |
|---|---|---|
| Fixkosten | 8.000 € / Monat | Miete, Löhne, Software, Versicherungen |
| Verkaufspreis | 120 € | netto je verkaufter Einheit |
| Variable Kosten | 70 € | Material, Versand, Zahlungsgebühren |
| Deckungsbeitrag | 50 € | bleibt je Einheit für die Fixkosten |
| Break-even | 160 Stück | 8.000 ÷ 50 |
Ab dem 161. Verkauf im Monat entsteht Gewinn — jeweils in Höhe des Deckungsbeitrags von 50 €.
Break-even und Werbebudget
Für Werbung ist der Break-even die Grundlage, auf der sich überhaupt erst beurteilen lässt, was eine Anfrage kosten darf. Solange der Deckungsbeitrag je Einheit nicht bekannt ist, sind Aussagen über einen guten ROAS reine Behauptung.
- Der Deckungsbeitrag je Einheit ist die Obergrenze dessen, was ein zusätzlicher Verkauf an Werbekosten tragen kann
- Wer das Werbebudget fix plant, schiebt damit den Break-even nach oben — es ist ein zusätzlicher Fixkostenblock
- Wer nach Zielkosten je Verkauf steuert, behandelt Werbung als variable Kosten und senkt damit den Deckungsbeitrag
- Beides ist zulässig, aber nicht gleichzeitig: Doppelt gerechnet sieht jede Kampagne schlechter aus, als sie ist
Wie sich das im Werbekonto niederschlägt, klären wir in der Beratung und Analyse — dort rechnen wir mit Deinen Zahlen, nicht mit Richtwerten.
Typische Fehler
- Kosten falsch zugeordnet: Verpackung und Versand sind variabel, die Lagermiete ist fix. Wandern variable Kosten in den Fixblock, wirkt der Break-even niedriger, als er ist
- Brutto und netto gemischt: Preis mit Umsatzsteuer, Kosten ohne — das Ergebnis ist dann systematisch zu optimistisch
- Eigene Arbeitszeit vergessen: Wer sich selbst kein Gehalt einrechnet, bekommt eine Gewinnschwelle, die nur auf dem Papier erreichbar ist
- Rabatte ignoriert: Der durchschnittlich erzielte Preis liegt fast immer unter dem Listenpreis
- Retouren übersehen: Im Handel gehören Rücksendequote und Retourenkosten in die variablen Kosten