Der Tausend-Kontakt-Preis ist eine der wichtigsten Kennzahlen in der Mediaplanung. Er macht auf einen Blick vergleichbar, wie teuer Reichweite auf verschiedenen Kanälen ist – von der klassischen Anzeige bis zur Social-Media-Kampagne. Wer Performance Marketing betreibt, kommt an dieser Zahl nicht vorbei. Unser Rechner oben nimmt dir dabei das Kopfrechnen ab; im Folgenden erklären wir Schritt für Schritt, was dahintersteckt.
Was ist der TKP bzw. CPM?
Der Tausend-Kontakt-Preis (TKP) gibt an, wie viel eine Werbemaßnahme kostet, um 1.000 Kontakte – also 1.000 Impressionen – zu erzielen. International ist dieselbe Kennzahl als Cost per Mille (CPM) bekannt; „mille" ist lateinisch für tausend. TKP und CPM meinen exakt dasselbe. Eine gute, neutrale Kurzdefinition liefert das Wikipedia-Glossar zum Tausend-Kontakt-Preis.
Der große Vorteil: Der TKP normiert Kosten auf eine feste Bezugsgröße. Ob eine Kampagne 50.000 oder 5 Millionen Kontakte erzielt – der TKP zeigt immer den Preis pro tausend Kontakte und macht damit unterschiedliche Werbeträger fair vergleichbar. Wenn du deine Reichweite anschließend in Klicks und Umsatz übersetzen willst, helfen dir unsere weiteren Tools in der Rechner-Übersicht, etwa der CTR-Rechner und der ROAS-Rechner.
"Der TKP beantwortet nur eine Frage: Was kostet Sichtbarkeit? Für alles Weitere – Klicks, Leads, Umsatz – braucht es zusätzliche Kennzahlen."
Die TKP-Formel – einfach erklärt
Die Berechnung ist bewusst simpel gehalten. Du teilst die Werbekosten durch die Anzahl der Impressionen und multiplizierst das Ergebnis mit 1.000:
Die Formel lässt sich beliebig umstellen – genau das macht unseren Rechner so flexibel. Kennst du zwei Werte, ergibt sich der dritte automatisch:
- Kosten = TKP × Impressionen ÷ 1.000 – wenn du wissen willst, was eine geplante Reichweite kostet.
- Impressionen = Kosten ÷ TKP × 1.000 – wenn du aus einem festen Budget die mögliche Reichweite ableiten willst.
- TKP = Kosten ÷ Impressionen × 1.000 – der klassische Fall, um Kanäle zu vergleichen.
Eine Impression ist die technische Einblendung einer Anzeige – nicht zwingend die tatsächliche Wahrnehmung durch einen Menschen. Deshalb lohnt sich der Blick auf den „sichtbaren" TKP (vCPM), den wir weiter unten erklären. Ausführliche Definitionen findest du z. B. bei SISTRIX.
So nutzt du den TKP-Rechner
Der Rechner ist so gebaut, dass ihn wirklich jeder ohne Vorwissen bedienen kann. Du musst keine Formel kennen und nichts umstellen:
- Zwei Felder ausfüllen: Trage zwei der drei Werte ein – zum Beispiel Kosten und Impressionen.
- Ergebnis ablesen: Das dritte Feld wird sofort berechnet und farbig hervorgehoben.
- Richtwert testen: Über die Kanal-Chips setzt du mit einem Klick einen typischen TKP ein und siehst, welche Reichweite dein Budget ermöglicht.
Möchtest du das Ergebnis anschließend in konkrete Kampagnenzahlen übersetzen, kombiniere den TKP mit dem CPC-Rechner oder dem ROI-Rechner. Für die strategische Einordnung deiner Kanäle unterstützt dich unser Team im Bereich Google Ads und Meta Ads.
TKP-Benchmarks nach Kanal
Was ein „guter" TKP ist, hängt stark vom Kanal, Format und der Zielgruppen-Schärfe ab: Breite Reichweite ist günstiger, hochspezifisches Targeting teurer. Die folgenden Werte sind eine grobe Orientierung – keine garantierten Preise. Aktuelle Marktdaten liefern etwa Statista oder die offiziellen Hilfebereiche der Plattformen.
| Kanal / Werbeform | Typischer TKP | Wofür geeignet |
|---|---|---|
| Display / Banner (Programmatic) | 2 – 10 € | Breite Reichweite, Retargeting, Awareness |
| Social Ads (Meta, TikTok, Pinterest) | 5 – 15 € | Zielgruppen-Targeting, Branding & Performance |
| YouTube / Programmatic Video | 10 – 30 € | Bewegtbild, hohe Aufmerksamkeit |
| Google Display Netzwerk | 3 – 12 € | Reichweite über Millionen Websites & Apps |
| Print & TV (klassisch) | meist höher | Massenreichweite, Markenaufbau |
Die genauen Auktionspreise variieren täglich. Wie Gebote im Detail funktionieren, erklärt z. B. die Google Ads-Hilfe. Für den Meta-Kosmos lohnt ein Blick in die Meta Business-Hilfe.
TKP vs. CPC, CPO & ROAS
Der TKP ist ein reiner Reichweiten-Indikator: Du bezahlst dafür, gesehen zu werden. Für Abverkauf und Performance zählen andere Kennzahlen. Deshalb solltest du den TKP nie isoliert betrachten, sondern im Zusammenspiel:
- TKP / CPM – Kosten pro 1.000 Kontakte. Ideal für Branding & Reichweite.
- CPC (Cost per Click) – Kosten pro Klick. Relevant für Traffic-Ziele. Rechne ihn mit unserem CPC-Rechner aus.
- CPO / CPL – Kosten pro Bestellung bzw. Lead. Der Maßstab für Direct-Response-Kampagnen.
- ROAS – Umsatz je Werbe-Euro. Das Erfolgsmaß für E-Commerce; siehe ROAS-Rechner.
In der Praxis bauen wir daraus eine durchgängige Messkette – von der ersten Impression bis zum Umsatz. Wie das methodisch sauber gelingt, zeigt unser Beitrag zum SkyXmedia-Blog, und in der Analytics- & Tracking-Beratung richten wir die passende Messung ein.
Grenzen des TKP: vCPM & Streuverluste
Der klassische TKP hat eine Schwäche: Er zählt jede ausgelieferte Impression – auch dann, wenn die Anzeige nie im sichtbaren Bereich des Bildschirms erschien. Ein niedriger TKP ist also wenig wert, wenn niemand die Werbung tatsächlich sieht. Moderne Plattformen bieten deshalb den vCPM (viewable CPM) an, der nur sichtbare Impressionen abrechnet.
Zwei weitere Punkte solltest du im Blick behalten: Streuverluste (Kontakte außerhalb deiner Zielgruppe) und Ad Fraud (ungültige Zugriffe durch Bots). Beides verwässert den TKP. Sauberes Tracking und Qualitäts-Placements sind deshalb Pflicht – ein Thema, das eng mit dem Kampagnen-Setup und der Trackingeinrichtung zusammenhängt.
Tipps zur TKP-Optimierung
- Zielgruppe schärfen statt nur verbreitern: Ein höherer TKP kann günstiger sein, wenn die Reichweite präziser sitzt.
- Auf Viewability achten: Setze auf sichtbare Platzierungen und miss den vCPM.
- Creatives testen: Bessere Anzeigen erhöhen die Interaktion und senken langfristig die Kosten pro Ergebnis.
- TKP im Kontext lesen: Kombiniere ihn immer mit CPC, CPO und ROAS.
Wenn du deine Mediaplanung datengetrieben aufsetzen willst, unterstützt dich unser Team als Performance-Marketing-Agentur aus Duisburg – von der Kanalauswahl über das Tracking bis zur Skalierung.