SEO für Gastronomie — Karte und Bilder schlagen jede Anzeige
Entschieden wird kurzfristig und im Umkreis: Wer hungrig ist, sucht, sieht drei bis fünf Ergebnisse mit Bildern, Bewertungen und Öffnungszeiten — und geht dorthin. Eine Website öffnet dabei kaum jemand. Deshalb beginnt unsere Arbeit beim Unternehmensprofil, macht danach die Reservierung so einfach wie möglich und setzt bezahlte Reichweite gezielt dort ein, wo Plätze frei sind.
Was wir für Gastronomiebetriebe machen
Diese Branche ist der Sonderfall unter den lokalen Dienstleistungen: Die Entscheidung fällt in Minuten, im Umkreis von wenigen hundert Metern und fast immer auf dem Handy. Wer dort nicht sichtbar oder unattraktiv dargestellt ist, wird übersprungen — unabhängig davon, wie gut die Küche ist. Diese sechs Bausteine setzen dort an:
Anlassplaner: Woran solltest Du jetzt arbeiten?
Ein großer Teil des planbaren Umsatzes hängt an Anlässen — und danach wird Wochen vorher gesucht. Der Planer zeigt, welche Anlässe gerade anstehen und welche schon vorbereitet sein sollten.
Die Vorlaufzeiten sind Erfahrungswerte aus der Praxis, keine gemessenen Suchkurven — sie verschieben sich je nach Region und Gästestruktur. Der Grundgedanke bleibt: Sichtbarkeit muss vorhanden sein, bevor gesucht wird, nicht während. Wer eine Seite zu Weihnachtsfeiern im November anlegt, hat den Zeitraum verpasst, in dem Firmen entscheiden. Für organische Sichtbarkeit gilt zusätzlich, dass eine neue Seite Wochen bis Monate braucht, bis sie trägt — die Vorlaufzeiten hier beziehen sich auf den Zeitpunkt, ab dem gesucht wird.
So gehen wir vor
Fünf Schritte vom Unternehmensprofil bis zur Auslastungssteuerung. Klick auf einen Schritt, um zu sehen, was dort passiert.
Profil zuerst
1 WocheIn keiner anderen Branche ist das Google Unternehmensprofil so entscheidend. Wer kurzfristig sucht, sieht Karte, Bilder, Bewertungen und Öffnungszeiten — und entscheidet dort, ohne je eine Website zu öffnen.
- Kategorien und Küchenrichtung korrekt setzen
- Öffnungszeiten inklusive Feiertagen pflegen
- Speisekarte hinterlegen und aktuell halten
- Reservierungslink direkt im Profil
Bilder erneuern
1–2 WochenBilder entscheiden hier mehr als Text. Das Problem ist selten die Qualität, sondern das Alter: Fotos von der Eröffnung vor sechs Jahren zeigen ein Lokal, das es so nicht mehr gibt — und Gerichte, die nicht mehr auf der Karte stehen.
- Aktuelle Aufnahmen von Räumen und Terrasse
- Gerichte fotografieren, die es wirklich gibt
- Bilder regelmäßig ergänzen statt einmalig
- Gästefotos im Profil im Blick behalten
Reservierung
1 WocheDer Weg vom Entschluss zur Reservierung sollte aus einem Klick bestehen. Jede Hürde — Anruf zu Stoßzeiten, Formular ohne Rückmeldung, Portalzwang — kostet Gäste an ein Lokal, bei dem es schneller geht.
- Reservierung ohne Registrierung ermöglichen
- Link im Profil, auf der Website und in Social Media
- Sofortige Bestätigung statt Rückruf
- Erinnerung gegen Nichterscheinen
Anlässe besetzen
saisonalEin großer Teil der planbaren Nachfrage hängt an Anlässen: Weihnachtsfeier, Betriebsfeier, Valentinstag, Muttertag, Silvester. Danach wird Wochen vorher gesucht — und der Wettbewerb ist dort erstaunlich dünn.
- Eigene Seite je Anlass statt Hinweis auf der Startseite
- Rechtzeitig sichtbar sein, nicht in der Woche davor
- Gruppenangebote und Kapazitäten benennen
- Anfragen für Gruppen gesondert behandeln
Auslastung steuern
laufendWerbung lohnt sich dort, wo Plätze frei sind — nicht am ausgebuchten Samstagabend. Social Ads eignen sich, um kurzfristig Nachfrage in schwache Zeiten zu lenken.
- Schwache Tage und Zeiten identifizieren
- Aktionen gezielt dafür bewerben
- Radius eng halten
- Ergebnis an der Auslastung messen, nicht an Klicks
Unternehmensprofil und Karteneintrag
Kein anderer Ort im Netz entscheidet in dieser Branche so viel. Wer unterwegs ist und etwas essen will, sieht Bilder, Bewertung, Entfernung und ob geöffnet ist — und entscheidet sich in Sekunden.
Was dort gepflegt gehört:
- Kategorie und Küchenrichtung. Sie bestimmen, bei welchen Suchen Du überhaupt erscheinst. Ein Lokal, das nur als „Restaurant" geführt wird, taucht bei der Suche nach der Küchenrichtung schlechter auf.
- Öffnungszeiten inklusive Feiertagen und Betriebsferien. Der häufigste Fehler und der ärgerlichste: Wer vor verschlossener Tür steht, schreibt eine Bewertung.
- Die Speisekarte hinterlegen und aktuell halten — mit Preisen, die stimmen.
- Der Reservierungslink direkt im Profil, damit der Weg vom Fund zur Buchung ein Klick ist.
- Attribute setzen, nach denen gefiltert wird: Terrasse, barrierefrei, vegetarische und vegane Optionen, Hunde erlaubt, Parkmöglichkeiten. Diese Filter nutzen mehr Gäste, als die meisten Wirte vermuten.
Zur Erwartung gehört: Im Kartenbereich gewichtet Google die Entfernung zum Suchenden stark. Ein Lokal erscheint vor allem im eigenen Viertel — für gezielte Anfahrten aus anderen Stadtteilen braucht es andere Wege, etwa Anlassseiten oder Social Media. Grundlagen dazu unter Local SEO.
Bilder entscheiden — und altern schnell
In der Gastronomie wird visuell entschieden. Das Problem ist dabei selten die Qualität der Fotos, sondern ihr Alter: Aufnahmen von der Eröffnung zeigen Räume, die inzwischen umgestaltet wurden, und Gerichte, die längst nicht mehr auf der Karte stehen.
Zwei Folgen hat das. Erstens sieht das Lokal nach außen anders aus, als es ist. Zweitens — und das kostet mehr — vergleichen Gäste, was sie gesehen haben, mit dem, was sie vorfinden. Abweichungen landen zuverlässig in den Bewertungen.
- Regelmäßig ergänzen statt einmalig hochladen. Ein praktikabler Rhythmus: bei jedem Kartenwechsel ein paar neue Aufnahmen.
- Räume und Terrasse zeigen, nicht nur Teller. Gäste wollen sehen, wo sie sitzen werden.
- Ehrlich fotografieren. Ein Teller muss so aussehen, wie er serviert wird — sonst entsteht genau die Enttäuschung, die in eine Bewertung mündet.
- Gästefotos im Blick behalten. Sie erscheinen im Profil, sind nicht steuerbar und prägen das Bild mit. Eigene, aktuelle Aufnahmen sind die beste Antwort darauf.
Dasselbe Material lässt sich für Social Media nutzen — der Aufwand fällt also ohnehin nur einmal an.
Reservierungen ohne Umwege
Zwischen dem Entschluss und der Reservierung sollte ein Klick liegen. Jede zusätzliche Hürde kostet Gäste an ein Lokal, bei dem es schneller geht — und diese Entscheidung fällt in Sekunden.
Die typischen Hürden:
- Nur telefonische Reservierung. Anrufe kommen zu Stoßzeiten, wenn niemand abnehmen kann. Ein erheblicher Teil derer, die nicht durchkommen, versucht es beim nächsten Lokal.
- Ein Formular, auf das ein Rückruf folgen soll. Hat denselben Nachteil wie das Telefon — der Gast weiß nicht, ob der Tisch steht.
- Registrierungspflicht bei einem Portal. Kostet zuverlässig Buchungen von Erstgästen.
- Kein Reservierungslink im Profil. Dort wird entschieden — der Weg zur Buchung sollte genau dort beginnen.
Wichtig ist die sofortige Bestätigung. Und eine Erinnerung am Vortag senkt spürbar die Zahl der Tische, die reserviert sind und leer bleiben — in einem Geschäft mit knapper Kapazität ist das direkter Umsatz.
Selbstcheck: Was fehlt bei Dir?
Acht Aussagen aus der Praxis. Die Auswertung erscheint sofort — es werden keine Daten übertragen und nichts gespeichert.
Anlassgeschäft: der übersehene Umsatz
Während um die allgemeinen Restaurantbegriffe hart gekämpft wird, liegt bei den Anlässen ein Bereich mit deutlich weniger Wettbewerb — und erheblich höherem Umsatz je Buchung. Wer eine Weihnachtsfeier für zwanzig Personen bucht, bringt ein Vielfaches eines Einzeltisches.
Was auf eine gute Anlassseite gehört:
- Konkrete Kapazitäten. Für wie viele Personen ist Platz, gibt es einen separaten Raum, ab welcher Gruppengröße wird exklusiv reserviert.
- Menüvorschläge mit Preisen je Person. Wer eine Feier plant, rechnet — und wählt aus, wo er rechnen kann.
- Klare Ansprechbarkeit. Gruppenanfragen sind zu wertvoll für ein allgemeines Kontaktformular; eine direkte Nummer oder ein eigenes Formular gehört dazu.
- Bilder vom Raum in Feierbestuhlung, nicht vom normalen Betrieb.
Der entscheidende Punkt ist der Zeitpunkt: Wer die Seite für Weihnachtsfeiern im November anlegt, ist zu spät — Firmen entscheiden früher. Der Planer weiter oben zeigt, was wann vorbereitet sein sollte.
Gastronomie in Duisburg und NRW
Wir sitzen in Duisburg und betreuen Betriebe in ganz Nordrhein-Westfalen. Der regionale Bezug ist hier so unmittelbar wie in keiner anderen Branche: Die Konkurrenzdichte unterscheidet sich zwischen der Altstadt und einem Vorort erheblich, und damit auch die Frage, welcher Radius realistisch ist und ob sich bezahlte Reichweite überhaupt lohnt.
Alle betreuten Städte findest Du unter Standorte, weitere Branchen in der Branchenübersicht.
Häufige Fragen aus der Gastronomie
Warum ist das Unternehmensprofil wichtiger als die Website?
Wie oft sollten wir neue Bilder einstellen?
Sollen wir die Speisekarte online stellen?
Reservierungssystem oder Telefon?
Was bringen Social Ads für ein Restaurant?
Wie reagieren wir auf schlechte Bewertungen?
Lohnen sich eigene Seiten für Weihnachtsfeiern und Anlässe?
Was ist mit Lieferportalen?
Wie finden wir Küchen- und Servicepersonal?
Wir sind ohnehin voll — brauchen wir das?
Weitere Antworten zu Zusammenarbeit, Laufzeiten und Kanälen stehen in unseren häufigen Fragen.
Social Ads für Aktionen und Auslastung
Bezahlte Reichweite ist in dieser Branche das schnellste Instrument, das es gibt — und wird meistens falsch eingesetzt. Der Fehler ist, pauschal für das Lokal zu werben. Ein ausgebuchter Samstagabend braucht keine Anzeigen; ein ruhiger Dienstag schon.
Was funktioniert:
In der Gastronomie ist die Wirkung schwerer zuzuordnen als in fast jeder anderen Branche: Wer eine Anzeige sieht und drei Tage später ohne Reservierung vorbeikommt, taucht in keinem Bericht auf. Wir arbeiten deshalb mit dem, was messbar ist — Reservierungen über die verlinkte Buchung — und behandeln den Rest als Erfahrungswert, nicht als belegte Zahl.