Bau & Sanierung — Referenzen wiegen schwerer als der Klickpreis
Wenige, aber große Aufträge: Das verändert die ganze Rechnung. Wer im Jahr fünfzehn Projekte abwickelt, für den ist ein zusätzlicher Auftrag ein spürbarer Sprung — und ein Klick für vier Euro keine relevante Größe. Entscheidend sind hier Vertrauen und Referenzen. Wir bereiten Deine Projekte sichtbar auf, steuern Kampagnen regional und sorgen dafür, dass Anfragen nach Projektgröße vorsortiert ankommen.
Was wir für Bau- und Sanierungsbetriebe machen
In dieser Branche entscheidet niemand spontan. Zwischen erster Recherche und Auftrag liegen Wochen bis Monate, in denen verglichen, gefragt und geprüft wird. Wer in dieser Zeit belegbar zeigt, was er kann, gewinnt — nicht wer die günstigste Anzeige schaltet. Diese sechs Bausteine setzen dort an:
Was darf Dich ein Projekt in der Gewinnung kosten?
Die wichtigste Zahl in dieser Branche, und fast nie ausgerechnet. Sie entsteht rückwärts: vom Deckungsbeitrag über die Abschlussquote bis zum vertretbaren Klickpreis. Trag Deine Werte ein.
Der Wert einer Anfrage ist der Deckungsbeitrag multipliziert mit der Wahrscheinlichkeit, dass daraus ein Auftrag wird — also Angebotsquote mal Abschlussquote. Davon ziehen wir 30 Prozent als Sicherheits- und Gewinnmarge ab; das ist eine Setzung, keine Regel, und lässt sich je nach Risikobereitschaft anders wählen. Nicht eingerechnet ist der Aufwand für die Angebotserstellung, der in dieser Branche erheblich sein kann — wer je Angebot einen halben Tag Kalkulation investiert, sollte diese Kosten gegenrechnen.
So gehen wir vor
Fünf Schritte vom Auftragsprofil bis zum Vorsortieren der Anfragen. Klick auf einen Schritt, um zu sehen, was dort passiert.
Auftragsprofil
3–5 TageZuerst die Frage, welche Aufträge sich für Dich tatsächlich rechnen. In dieser Branche liegen zwischen der kleinsten und der größten Anfrage schnell zwei Nullen — ohne diese Einordnung optimiert man auf Anfragen, die nur Aufwand machen.
- Deckungsbeitrag nach Projektgröße trennen
- Mindestgröße festlegen, die sich lohnt
- Realistischen Aktionsradius bestimmen
- Angebotsaufwand je Anfrage beziffern
Referenzen
2–4 WochenReferenzprojekte sind in dieser Branche das stärkste Material, das ein Betrieb besitzt — und meist das am schlechtesten aufbereitete. Vorher-nachher, Bauzeit, Umfang, Besonderheiten: Das überzeugt vor jeder Werbeaussage.
- Projekte fotografisch dokumentieren
- Ausgangslage, Umfang und Bauzeit benennen
- Kundenstimmen einholen, solange es frisch ist
- Nach Projektart gliedern statt chronologisch
Sichtbarkeit
4–8 WochenEigene Seiten je Leistung und Projektart, dazu das Unternehmensprofil und lokale Sichtbarkeit im Aktionsradius. Wer Rohbau, Sanierung und Trockenbau auf einer Seite bündelt, wird für keines davon gefunden.
- Eine Seite je Leistung und Projektart
- Unternehmensprofil vollständig pflegen
- Ortsbezug über echte Projekte herstellen
- Kostenfragen inhaltlich beantworten
Kampagnen
1–2 WochenRegional gesteuert, nicht breit gestreut. Bei wenigen großen Aufträgen ist der günstigste Klick unwichtig — entscheidend ist, ob die richtige Person im richtigen Gebiet die Anzeige sieht.
- Radius am Aktionsgebiet ausrichten
- Gebote nach Projektart differenzieren
- Ausschlusslisten gegen Jobs und Selbermacher
- Anzeigen auf Projektgröße zuschneiden
Vorsortieren
laufendAnfragen nach Projektgröße sortieren, bevor jemand Zeit investiert. Ein Angebot in dieser Branche kostet oft Stunden — die falsch investiert sind, wenn das Projekt von vornherein zu klein oder zu weit weg war.
- Projektart und Größenordnung abfragen
- Standort und Zeitrahmen erfassen
- Kleine Anfragen freundlich weiterleiten
- Bearbeitungsreihenfolge nach Auftragswert
Referenzprojekte sichtbar aufbereiten
Das stärkste Material, das ein Baubetrieb besitzt, liegt meist unsortiert auf dem Handy des Bauleiters. Dabei ist es genau das, was Interessenten sehen wollen: nicht eine Werbeaussage über Qualität, sondern der Beleg dafür.
Was eine Referenz brauchbar macht:
- Ausgangslage und Zielsetzung. Ein Altbau von 1930 mit feuchtem Keller ist eine andere Geschichte als ein Anbau am Neubau — und Interessenten suchen genau die vergleichbare.
- Umfang und Bauzeit. Konkrete Angaben schaffen Vertrauen und sortieren zugleich vor: Wer sieht, dass ein Projekt dieser Art vier Monate dauert, fragt nicht mit der Erwartung von sechs Wochen an.
- Vorher-nachher-Bilder. Der wirksamste Bestandteil überhaupt. Eigene Handyfotos vom Zustand vorher schlagen jede professionelle Aufnahme, wenn die Nachher-Bilder ordentlich sind.
- Schwierigkeiten, die gelöst wurden. Der Punkt, den fast alle weglassen — und der am meisten überzeugt. Wer beschreibt, wie ein unerwarteter Befund gelöst wurde, zeigt Kompetenz glaubwürdiger als jede Selbstbeschreibung.
- Kundenstimme, solange es frisch ist. Direkt nach der Abnahme gefragt, nicht ein halbes Jahr später.
Gegliedert wird nach Projektart, nicht chronologisch. Niemand sucht „das neueste Projekt", sondern „ein Projekt wie meines". Stockfotos schaden dabei aktiv: Sie stehen auf jeder zweiten Baufirmen-Website und signalisieren, dass keine eigenen Arbeiten vorzuzeigen sind.
Regionale Kampagnen mit Radiussteuerung
Bei wenigen großen Aufträgen kippt die übliche Logik der Kampagnensteuerung. Ein Klick für vier Euro ist irrelevant, wenn ein Projekt fünfstellig Deckungsbeitrag bringt — entscheidend ist, ob überhaupt die richtigen Menschen im richtigen Gebiet erreicht werden.
Der Radius folgt dabei der Baustellenlogistik, nicht dem Kilometerstand. Ob ein Projekt in 60 Kilometern Entfernung wirtschaftlich ist, hängt davon ab, wie lange die Kolonne dort gebunden ist — bei mehrwöchigen Vorhaben ganz anders zu beurteilen als bei Tagesbaustellen.
Konsequent ausgeschlossen gehören:
- Jobsuchen und Ausbildung — im Bau ein besonders großer Anteil, weil Fachkräfte gesucht werden und die Begriffe sich überschneiden
- Selbermacher-Anfragen — Anleitungen, Materialpreise, Werkzeugvergleiche
- Behörden- und Vergabebegriffe, wenn Du nicht an Ausschreibungen teilnimmst
- Regionen außerhalb des Aktionsgebiets — der teuerste Posten, weil Bauklicks nicht billig sind
- Kleinstprojekte, sofern sie sich für Dich nicht rechnen — dazu gehören eigene Anzeigentexte, die die Größenordnung klarmachen
Die Anzeigen selbst sollten die Projektgröße bereits andeuten. Wer „ab 50 m² Sanierungsfläche" schreibt, verliert Klicks — und genau die, die ohnehin nur Aufwand gemacht hätten. Wie sich der vertretbare Klickpreis berechnet, steht unter Google Ads.
Anfragen nach Projektgröße vorsortieren
Ein Angebot kostet in dieser Branche schnell mehrere Stunden Kalkulation. Diese Zeit ist verloren, wenn das Projekt von vornherein zu klein, zu weit weg oder in zwei Jahren geplant war.
Vier Angaben im Formular genügen meist:
- Projektart als Auswahl — Sanierung, Umbau, Anbau, Neubau, Einzelgewerk.
- Größenordnung als Spanne zur Auswahl statt als Eingabefeld. Wer noch keine Vorstellung hat, füllt ein freies Feld gar nicht aus.
- Standort, damit Anfragen außerhalb des Gebiets gar nicht erst im Vertrieb landen.
- Zeitrahmen — trennt „möglichst dieses Jahr" von „wir überlegen noch".
Ebenso wichtig ist der Umgang mit den aussortierten Anfragen. Eine freundliche Absage mit Verweis auf einen passenden Betrieb kostet zwei Minuten und bringt regelmäßig etwas zurück: Empfehlungen, einen guten Ruf und gelegentlich denselben Kunden mit einem größeren Vorhaben Jahre später.
Vorsortieren senkt die Anzahl der Anfragen und erhöht die Kosten je Anfrage im Werbekonto. Das sieht im Bericht schlechter aus und ist trotzdem richtig — solange die Kosten je gewonnenem Projekt sinken. Genau deshalb bewerten wir in dieser Branche nie auf Ebene der Anfragen, sondern erst auf Ebene der Aufträge.
Selbstcheck: Wo geht bei Dir Aufwand verloren?
Acht Aussagen aus der Praxis. Die Auswertung erscheint sofort — es werden keine Daten übertragen und nichts gespeichert.
Kostenfragen ehrlich beantworten
Bei Sanierungen beginnt die Recherche fast immer mit der Kostenfrage — und zwar lange bevor jemand anfragt. Das Suchvolumen dafür ist erheblich: Fragen nach den Kosten einer Bad- oder Dachsanierung werden monatlich tausendfach gestellt.
Die meisten Betriebe weichen dieser Frage online aus, aus nachvollziehbaren Gründen: Jedes Projekt ist anders, und niemand will auf eine Zahl festgenagelt werden. Das Ergebnis ist trotzdem ungünstig — gefunden werden Portale und Vergleichsdienste, die die Frage beantworten und den Kontakt dann weiterverkaufen.
Der Mittelweg funktioniert besser als beide Extreme: eine realistische Spanne nennen und erklären, wovon die Position innerhalb dieser Spanne abhängt. Bei einer Badsanierung sind das Größe, Leitungsführung, Ausstattungsniveau und ob es sich um Altbau oder Neubau handelt.
Zwei Effekte davon:
- Du wirst für die Suchanfragen gefunden, die am Anfang des Entscheidungswegs stehen — dort, wo die Weichen gestellt werden.
- Anfragen kommen von Menschen, deren Vorstellung zur Realität passt. Wer nirgends eine Einordnung findet, ruft mit Erwartungen an, die im ersten Gespräch korrigiert werden müssen.
Dieselbe Logik gilt für Themen wie Bauzeit, Fördermöglichkeiten und Ablauf einer Sanierung. Wer als Praktiker konkret erklärt, hat gegenüber Portalen einen Vorteil, den kein Redaktionsteam aufholt.
Bau- und Sanierungsbetriebe in Duisburg und NRW
Wir sitzen in Duisburg und betreuen Betriebe in ganz Nordrhein-Westfalen. Für die Kampagnensteuerung ist der regionale Bezug hier besonders konkret: Der Altbaubestand im Rheinland unterscheidet sich deutlich vom Nachkriegsbestand im Ruhrgebiet — und damit die typischen Sanierungsanlässe, die Projektgrößen und die Suchanfragen, über die Interessenten kommen.
Alle betreuten Städte findest Du unter Standorte. Angrenzende Gewerke behandeln wir unter SEO für Handwerker, energetische Themen unter Photovoltaik & Solar.
Häufige Fragen aus Bau und Sanierung
Was bringt Marketing bei so wenigen Aufträgen im Jahr?
Sollen wir Preise auf der Website nennen?
Wie bereiten wir Referenzen richtig auf?
Wie groß sollte unser Aktionsradius sein?
Wie sortieren wir Anfragen nach Projektgröße?
Lohnt sich SEO bei so hartem Wettbewerb?
Wie lange dauert es bis zu ersten Ergebnissen?
Was ist mit Ausschreibungen und öffentlichen Aufträgen?
Hilft das auch bei der Mitarbeitersuche?
Wir bekommen unsere Aufträge über Empfehlungen — reicht das?
Weitere Antworten zu Zusammenarbeit, Laufzeiten und Kanälen stehen in unseren häufigen Fragen.