SEO für Handwerker — sichtbar im Umkreis, erreichbar am Telefon
Sanitär, Elektro, Dach, Tischlerei: Wer im Umkreis gesucht wird, muss oben stehen — und erreichbar sein, wenn der Anruf kommt. Beides gehört zusammen, denn Sichtbarkeit nützt nichts, wenn beim dritten Freizeichen der nächste Betrieb angerufen wird. Wir arbeiten deshalb an drei Stellen gleichzeitig: Kartenplatzierung, Leistungsseiten je Gewerk und einer Erstannahme, die keine Anfrage verliert.
Was wir für Handwerksbetriebe machen
Im Handwerk läuft die Kundengewinnung anders als in den meisten Branchen: Gesucht wird kurzfristig, mobil und im Umkreis — und entschieden wird oft in Minuten. Diese sechs Bausteine setzen genau dort an:
Wie viele Seiten braucht Dein Betrieb?
Die häufigste Schwäche auf Handwerker-Websites: alles auf einer Seite. Wähl Deine Gewerke und Einsatzorte — Du siehst, welche Seiten sinnvoll sind und wo die Grenze zum Doorway-Verdacht liegt.
Die Rechnung ist eine Planungshilfe, keine Formel: Sie geht davon aus, dass jedes Gewerk eine eigene Seite bekommt und Ortsseiten nur für die Gewerke entstehen, bei denen der Umkreis wirklich entscheidet. Ohne eigene Referenzen aus einem Ort raten wir von der Ortsseite ab — sie wäre inhaltlich austauschbar und damit angreifbar.
So gehen wir vor
Fünf Schritte von der Bestandsaufnahme bis zum laufenden Nachsteuern. Klick auf einen Schritt, um zu sehen, was dort passiert.
Bestandsaufnahme
3–5 TageWir schauen uns an, wo Du im Kartenbereich für Deine Gewerke tatsächlich auftauchst — und aus welchem Umkreis. Dazu die unbequeme Frage: Wie viele Anrufe gehen bei Dir pro Woche verloren, weil niemand abnehmen kann?
- Sichtbarkeit im Kartenbereich je Gewerk messen
- Unternehmensprofil und Bewertungen prüfen
- Anrufaufkommen und Erreichbarkeit erfassen
- Wettbewerber im Umkreis ansehen
Profil & Bewertungen
1–2 WochenDas Google Unternehmensprofil ist bei Handwerkssuchen wichtiger als die Website. Kategorien, Leistungen, Notdienstzeiten und Fotos werden vollständig gepflegt, parallel richten wir einen Prozess ein, der nach jedem Auftrag um eine Bewertung bittet.
- Haupt- und Nebenkategorien je Gewerk setzen
- Leistungen einzeln hinterlegen statt pauschal
- Fotos von Arbeiten, Team und Fahrzeugen
- Bewertungsprozess nach Auftragsabschluss
Leistungsseiten
2–4 WochenFür jedes Gewerk eine eigene Seite, bei mehreren Einsatzorten zusätzlich je Ort. Nicht als Kopie mit ausgetauschtem Ortsnamen — sondern mit Referenzen, Anfahrtszeiten und Ansprechpartnern, die dort tatsächlich arbeiten.
- Eine Seite je Gewerk, nicht eine für alles
- Ortsseiten nur mit echtem eigenem Inhalt
- Preisrahmen und Ablauf transparent nennen
- Referenzbilder aus dem eigenen Betrieb
Erreichbarkeit
1–2 WochenDer Punkt, an dem die meisten Aufträge verloren gehen. Wer auf der Baustelle steht, kann nicht abheben — und beim dritten Freizeichen ruft der Kunde den nächsten Betrieb an. Wir schließen die Lücke mit Erstannahme und automatischer Erfassung.
- Anrufe außerhalb der Zeiten auffangen
- Anliegen strukturiert erfassen statt Anrufbeantworter
- Notfälle sofort durchstellen
- Anfragen zentral sammeln statt auf Zetteln
Nachsteuern
laufendMonatlich prüfen wir, welche Gewerke Anfragen bringen und welche nicht — und ob die Anfragen zu dem passen, was Du tatsächlich machen willst. Bei vollen Auftragsbüchern drehen wir bewusst zurück statt weiter Gas zu geben.
- Anfragen je Gewerk auswerten
- Unpassende Anfragen früher filtern
- Bewertungen und Kartenposition beobachten
- Bei Auslastung Budget zurückfahren
Google Unternehmensprofil und Kartenplatzierung
Bei Handwerkssuchen entscheidet der Kartenbereich, nicht die klassische Ergebnisliste. Wer einen Rohrbruch hat, scrollt nicht — er tippt auf einen der drei sichtbaren Einträge und ruft an. Genau deshalb ist das Unternehmensprofil im Handwerk wichtiger als die Website.
Was dort erfahrungsgemäß fehlt:
- Kategorien je Gewerk. Die Hauptkategorie bestimmt Deinen Suchraum — wie Google lokale Ergebnisse sortiert, steht in der offiziellen Dokumentation. Ein Betrieb, der als „Klempner" geführt ist, wird für andere Anfragen ausgespielt als einer unter „Sanitärinstallateur" — bei mehreren Gewerken gehören Nebenkategorien dazu.
- Leistungen einzeln hinterlegt statt eines Satzes im Profiltext. Badsanierung, Heizungswartung, Rohrreinigung, Notdienst: jede als eigener Eintrag.
- Notdienstzeiten und Feiertage. Falsche Öffnungszeiten kosten Anrufe und produzieren schlechte Bewertungen.
- Aktuelle Fotos von Arbeiten, Team und Fahrzeugen. Herstellerbilder wirken austauschbar, eigene Aufnahmen nicht.
- Bewertungen mit Antwort. Auch auf die kritischen — wer sachlich reagiert, wirkt auf Mitlesende oft überzeugender als ein makelloses Profil.
Die drei Faktoren, nach denen Google lokale Ergebnisse sortiert, und was daraus für den Radius folgt, stehen ausführlich unter Local SEO.
Leistungsseiten je Gewerk und Ort
Die typische Handwerker-Website hat eine Seite „Leistungen", auf der Bad, Heizung, Solar und Notdienst in vier Absätzen abgehandelt werden. Für Google ist damit nicht erkennbar, worum es schwerpunktmäßig geht — die Seite rankt für nichts davon richtig.
Getrennte Gewerkeseiten lösen das und haben zwei weitere Vorteile: Anzeigen lassen sich gezielt darauf lenken, und Interessenten landen direkt bei dem, was sie suchen, statt sich durch eine Übersicht zu arbeiten.
Ortsseiten: der schmale Grat
Für Betriebe mit größerem Einzugsgebiet liegt die Idee nahe, für jede Gemeinde eine Seite anzulegen. Das funktioniert — aber nur mit echtem Inhalt. Zwanzig Seiten nach dem Muster „Elektriker in ORTSNAME" mit identischem Text sind Doorway Pages und werden abgewertet.
Tragfähig wird eine Ortsseite, wenn sie enthält, was nur für diesen Ort gilt:
- Referenzprojekte aus dem Ort, mit Bildern
- Anfahrtszeit und ob Anfahrtskosten anfallen
- Wer dort im Einsatz ist, mit Ansprechpartner
- Örtliche Besonderheiten: Altbaubestand, Neubaugebiete, typische Auftragsarten
Lieber fünf gute Ortsseiten als dreißig Kopien. Wenn Du für einen Ort keine Referenz und keinen eigenen Bezug hast, lass die Seite weg — sie schadet dann mehr, als sie bringt.
Anfragen automatisch erfassen statt verpassen
Das ist der Punkt, an dem im Handwerk die meisten Aufträge verloren gehen — und er hat mit Marketing nichts zu tun. Wer auf der Baustelle steht, im Kriechkeller liegt oder beim Kunden ist, kann nicht abheben. Der Anrufer wählt dann die nächste Nummer aus dem Kartenbereich.
Der Anrufbeantworter löst das nicht: Kaum jemand spricht darauf, und wer es tut, hinterlässt selten die Angaben, die man bräuchte. Vor allem weiß der Anrufer nicht, ob und wann sich jemand meldet.
Was stattdessen funktioniert:
- Erstannahme außerhalb der Zeiten — ein Assistent nimmt Name, Rückrufnummer, Anliegen und Dringlichkeit auf und sagt eine Rückmeldung zu.
- Notfälle sofort durchstellen. Wasserschaden und Heizungsausfall gehen ohne Umweg an einen Menschen; welche Fälle das sind, legen wir vorher fest.
- Anfragen zentral sammeln statt auf Zetteln im Fahrzeug. Bei Urlaub oder Krankheit ist der Vorgang sonst weg.
- Rückrufe organisieren mit Wunschzeitraum — das verhindert das übliche zweimalige Aneinandervorbeirufen.
Wie das technisch läuft, steht unter VoiceBot; für Anfragen über die Website ist ein Chatbot das passende Gegenstück. Was ein verpasster Anruf im Jahr kostet, lässt sich dort auch durchrechnen.
Selbstcheck: Wo verlierst Du Aufträge?
Acht Aussagen aus der Praxis. Die Auswertung erscheint sofort — es werden keine Daten übertragen und nichts gespeichert.
Was sich je Gewerk unterscheidet
Sanitär und Heizung: Der klassische Notdienstfall — bei Rohrbruch oder Heizungsausfall entscheidet die Erreichbarkeit in Minuten. Gleichzeitig gibt es das planbare Geschäft: Badsanierung und Heizungstausch werden über Wochen recherchiert. Beides braucht unterschiedliche Seiten und unterschiedliche Ansprache.
Elektro: Zwischen Störungsdienst und Projektgeschäft mit Photovoltaik, Wallbox und Smart Home liegen Welten. Bei Fördermitteln und Anlagenplanung vergleichen Kunden gründlich — hier zahlt sich inhaltliche Tiefe aus, die im Notdienstbereich niemand liest.
Dach: Stark saisonal und wetterabhängig. Nach einem Sturm springt die Nachfrage sprunghaft an; wer dann sichtbar und erreichbar ist, macht den Umsatz. Dafür lohnt es sich, Kampagnen kurzfristig hochfahren zu können statt auf konstantem Budget zu laufen.
Tischlerei und Innenausbau: Kaum Notfallgeschäft, dafür lange Entscheidungswege und hohe Auftragswerte. Hier zählen Referenzbilder mehr als jede Textseite — und ein Prozess, der nach dem ersten Kontakt nachfasst, statt auf Rückmeldung zu warten.
Maler, Bau und Garten: Ausgeprägte Saison und starker Preiswettbewerb. Der Hebel liegt weniger in der Menge der Anfragen als darin, unpassende früh zu filtern — sonst kostet jede Besichtigung Zeit, die nicht bezahlt wird.
Mitarbeitergewinnung: oft dringender als Kunden
Bei vielen Betrieben, mit denen wir sprechen, ist die Auftragslage nicht das Problem — die fehlenden Leute sind es. Marketing hilft dabei, aber anders als bei der Kundengewinnung.
Der Unterschied: Kunden suchen aktiv, Bewerber nicht. Wer im Job zufrieden ist, tippt nicht „Elektriker Stelle" bei Google ein. Erreicht werden diese Menschen dort, wo sie ohnehin scrollen — über Anzeigen auf Meta oder TikTok, mit ehrlichen Einblicken statt Hochglanz.
Was dabei fast immer fehlt, ist eine Karriereseite, die konkret wird. Floskeln über Familienunternehmen und flache Hierarchien stehen auf jeder zweiten Handwerkerseite. Was tatsächlich gelesen wird:
- Arbeitszeiten und wie es mit Überstunden gehandhabt wird
- Ob ein Fahrzeug gestellt wird und wie die Einsatzgebiete aussehen
- Wer im Team arbeitet — mit Fotos, nicht mit Stockbildern
- Ein Lohnrahmen, auch wenn er nur als Spanne genannt wird
- Wie die Bewerbung abläuft und wie schnell eine Rückmeldung kommt
Was kostet das für einen Handwerksbetrieb?
Der Aufwand hängt an drei Größen: Anzahl der Gewerke, Größe des Einzugsgebiets und daran, wie viel Du intern übernimmst — Fotos, Referenztexte und die Bitte um Bewertungen kann Dein Team gut selbst leisten.
Sinnvoller als die Preisfrage ist die Gegenrechnung. Was ist ein durchschnittlicher Auftrag bei Dir wert, und wie viele zusätzliche brauchst Du, damit sich der Aufwand trägt? Bei Auftragswerten im vierstelligen Bereich reichen dafür häufig wenige Aufträge im Jahr — bei einer Badsanierung womöglich ein einziger.
Die Rechnung dafür steht in unseren Marketing-Rechnern: Deckungsbeitrag je Auftrag, Abschlussquote und daraus die tragbaren Kosten pro Anfrage. Liegt das Ergebnis unter dem, was der Kanal realistisch kostet, sagen wir das im Erstgespräch statt nach drei Monaten.
Wann wir abraten
Nicht jeder Betrieb braucht Marketing. Wir raten ab, wenn:
- die Auftragsbücher voll sind und die Auswahl passt. Dann ist zusätzliche Nachfrage kein Gewinn, sondern Verwaltungsaufwand. Sinnvoll wird es erst wieder, wenn Du gezielt andere Aufträge willst.
- niemand ans Telefon geht und sich daran nichts ändern soll. Sichtbarkeit ohne Erreichbarkeit erzeugt verärgerte Anrufer und schlechte Bewertungen — das ist schlechter als vorher.
- der Betrieb kurz vor der Übergabe steht. Aufbau von Sichtbarkeit ist eine Investition über Jahre; bei einem Verkauf in zwölf Monaten lohnt sie sich selten.
- keine Kapazität für Fotos und Rückmeldungen besteht. Ohne eigenes Material und ohne jemanden, der Bewertungen beantwortet, bleibt vieles Stückwerk.
Häufige Fragen aus dem Handwerk
Was bringt SEO einem Handwerksbetrieb konkret?
Lohnt sich das bei vollen Auftragsbüchern?
Wie wichtig sind Bewertungen wirklich?
Brauchen wir für jedes Gewerk eine eigene Seite?
Lohnen sich Ortsseiten für die umliegenden Gemeinden?
Was kostet Marketing für einen Handwerksbetrieb?
Wie schnell sehen wir Ergebnisse?
Wir suchen dringend Mitarbeiter — hilft das dabei?
Wir haben gar keine Website. Ist das ein Problem?
Was ist mit Handwerkerportalen und Vermittlungsplattformen?
Weitere Antworten zu Zusammenarbeit, Laufzeiten und Kanälen stehen in unseren häufigen Fragen.