Bing Ads für Dachdecker — Verwaltungen suchen am Firmenrechner
Der Privatkunde mit dem Sturmschaden sucht nachts am Telefon. Die Hausverwaltung, die einen Wartungsvertrag für zwanzig Objekte vergibt, sucht dienstagvormittags am Bürorechner — und dort ist der Wettbewerb gering.
Was wir für Dachdeckerbetriebe machen
Die wirtschaftlich stärkere Zielgruppe sitzt im Büro — und kaum jemand wirbt dort. Vier Bausteine:
Zwei Auftraggeber, zwei Suchsituationen
Im Dachdeckerhandwerk gibt es zwei Arten von Auftraggebern, die in der Werbeplanung meist zusammengeworfen werden, obwohl sie kaum etwas gemeinsam haben.
Der erste ist der private Hauseigentümer. Bei ihm entsteht der Bedarf meist aus einem Schaden, er sucht sofort, oft abends oder am Wochenende, am Telefon — und er entscheidet innerhalb von Stunden.
Der zweite ist die Hausverwaltung, die Eigentümergemeinschaft oder der Gewerbebetrieb.
Diese Gruppe sucht während der Arbeitszeit. An einem Dienstagvormittag, am Bürorechner, mit mehreren Vorgängen parallel.
Sie entscheidet nicht in Stunden, sondern in Wochen. Sie holt Angebote ein, legt sie vor, lässt freigeben.
Und sie vergibt wiederkehrend. Ein Verwalter, der einen zuverlässigen Dachdecker gefunden hat, ruft ihn bei jedem seiner Objekte an — und er betreut häufig zwanzig oder mehr.
Wirtschaftlich ist dieser zweite Auftraggeber deutlich attraktiver: planbar, wiederkehrend, ohne Preisvergleich über Portale, mit Verträgen statt Einzelaufträgen.
Und er sitzt in einem erheblichen Teil der Fälle an einem Windows-Rechner, auf dem die Standardsuchmaschine nie geändert wurde.
Damit entsteht eine Gelegenheit, die kaum ein Betrieb nutzt: eine wirtschaftlich starke Zielgruppe in einem Kanal, in dem fast niemand wirbt.
So gehen wir vor
Kein Paket von der Stange. Der Ablauf richtet sich nach Kompetenzen, Kapazität und Zielaufträgen — die Reihenfolge bleibt dieselbe.
Zielaufträge klären
3–5 TageZuerst die Frage, welche gewerblichen Aufträge der Betrieb leisten kann und will.
- Flachdachkompetenz einschätzen
- Kapazität für Wartung prüfen
- Nachweise und Zertifikate erfassen
- Deckungsbeitrag je Auftragsart
Kampagnen aufbauen
1 WocheJe Auftragsart eine Kampagne mit eigener Zielseite und passendem Umkreis.
- Wartung und Sanierung trennen
- Umkreis nach Fahrtzeit wählen
- Bürozeiten stärker gewichten
- Privatbegriffe ausschließen
Zielseiten für Verwalter bauen
2 WochenDie Seiten beantworten, was geprüft wird — nicht, was gut aussieht.
- Verkehrssicherungspflicht erklären
- Dokumentation darstellen
- Reaktionszeiten zusagen
- Nachweise sichtbar platzieren
Anfragestrecke bauen
1 WocheEin Formular, das alles erfasst, was für ein Angebot gebraucht wird.
- Objektart und Anzahl abfragen
- Dachfläche und Aufbau erfassen
- Gewünschten Umfang klären
- Antwort am selben Tag zusagen
Auswerten und nachziehen
monatlichVerfolgt werden Angebote und gewonnene Verträge, nicht Klicks.
- Anfragen nach Auftraggeberart trennen
- Angebotsquote verfolgen
- Vertragslaufzeiten erfassen
- Budget zwischen Arten verschieben
Der Wartungsvertrag ist der eigentliche Gewinn
Von den Aufträgen, die aus dieser Zielgruppe entstehen, ist einer wirtschaftlich besonders wertvoll und wird von vielen Betrieben unterschätzt: die regelmäßige Dachwartung.
Bei Flachdächern ist sie fachlich geboten. Abläufe verstopfen, Anschlüsse werden undicht, Beschichtungen verwittern, Bewuchs setzt sich fest. Eine regelmäßige Kontrolle verhindert Schäden, die anschließend ein Vielfaches kosten.
Für Verwaltungen kommt ein zweiter Punkt hinzu: die Verkehrssicherungspflicht. Sie müssen nachweisen können, dass sie ihrer Sorgfaltspflicht nachgekommen sind — und ein dokumentierter Wartungsvertrag ist dafür das geeignete Mittel.
Für den Betrieb bedeutet ein solcher Vertrag mehreres.
Planbare Einnahmen über die Vertragslaufzeit, häufig mit automatischer Verlängerung.
Arbeit in Monaten, in denen sonst wenig läuft — Wartungstermine lassen sich in ruhigere Zeiten legen.
Folgeaufträge: Bei jeder Wartung werden Schäden entdeckt, bevor sie groß sind. Diese Reparaturen werden vergeben, ohne dass ein Angebot eingeholt wird, weil der Betrieb ohnehin da ist.
Und eine Bindung: Wer die Dächer eines Verwalters kennt, dokumentiert hat und im Zustand verfolgt, wird auch mit der Sanierung beauftragt, wenn sie ansteht.
Diese Sanierungen sind die großen Aufträge — und sie kommen ohne Ausschreibung zu dem, der die Wartung macht.
Ein Hinweis zur Kapazität: Wartungsverträge müssen bedient werden, auch wenn gerade Sanierungsaufträge locken. Die Zahl der Verträge sollte deshalb vorher festgelegt werden.
Ein Verwalter prüft anderes
Die typische Dachdeckerseite richtet sich an Privatkunden: Bilder fertiger Dächer, Leistungen, Kontakt.
Ein Hausverwalter, der auf dieser Seite landet, findet nichts von dem, was er prüfen muss.
Seine Fragen sind andere.
Wird die Verkehrssicherungspflicht bedient, und wie? Diese Frage ist für ihn die wichtigste, weil er persönlich in der Verantwortung steht.
Wie wird dokumentiert? Bekommt er ein Protokoll mit Fotos, das er der Eigentümergemeinschaft vorlegen und in seiner Akte ablegen kann?
Wie schnell ist jemand vor Ort, wenn es in ein Objekt hineinregnet? Gibt es eine zugesagte Reaktionszeit, und gilt sie auch am Wochenende?
Besteht eine Betriebshaftpflicht, und mit welcher Deckungssumme? Bei Arbeiten an fremden Gebäuden ist das keine Nebensache.
Gibt es Referenzen von anderen Verwaltungen? Ein Verwalter vertraut der Einschätzung eines Kollegen mehr als jeder Selbstdarstellung.
Wie wird abgerechnet — nach Aufwand oder pauschal? Pauschalen sind für ihn leichter zu handhaben, weil er sie budgetieren kann.
Wer diese Fragen auf einer eigenen Seite beantwortet, unterscheidet sich von allen Wettbewerbern, die dieselbe Privatkundenseite für alle verwenden.
Diese Seite braucht keine schönen Bilder. Sie braucht Klarheit, Nachweise und die Art von Verlässlichkeit, die ein Verwalter sucht — denn sein Risiko ist nicht ein schlechtes Dach, sondern ein Vorwurf der Eigentümer.
Schriftlich, weil es weitergereicht wird
Auf fast jeder Dachdeckerseite ist die Handlungsaufforderung ein Anruf. Für Privatkunden mit akutem Schaden ist das richtig.
Für einen Verwalter ist es die falsche Form.
Er braucht etwas Schriftliches, weil er es weiterreichen muss — an die Eigentümergemeinschaft, an den Beirat, an seinen Vorgesetzten, in die Objektakte.
Er hat mehrere Vorgänge parallel und erledigt solche Dinge nicht am Telefon, sondern in einem Arbeitsgang.
Und er ruft ungern in einem Handwerksbetrieb an, weil dort tagsüber häufig niemand erreichbar ist.
Was zur Arbeitsweise passt, ist ein Formular, das alles erfasst, was für ein Angebot gebraucht wird: Objektart und Anzahl, ungefähre Dachfläche, Dachart und Aufbau soweit bekannt, gewünschter Umfang — einmalige Prüfung oder laufende Wartung —, und der Zeitrahmen.
Damit lässt sich ein Angebot erstellen, ohne dass eine Rückfragerunde nötig wird.
Entscheidend ist die Reaktionszeit. Ein Verwalter fragt bei mehreren Betrieben an, und wer als Erster ein brauchbares Angebot schickt, hat einen erheblichen Vorteil — nicht wegen des Preises, sondern weil er den Vorgang vom Tisch bekommt.
Eine Antwort am selben Tag oder am nächsten Werktag ist der Maßstab.
In der Praxis ist genau das die häufigste Bruchstelle. Nicht die Kampagne, nicht die Seite, sondern die Frage, ob abends jemand die Anfragen bearbeitet — und diese Zuständigkeit gehört vor dem Start geklärt.
Selbstcheck: Erreichst Du die Verwaltungen?
Acht Aussagen aus der Praxis. Die Auswertung erscheint sofort — es werden keine Daten übertragen.
Was sich je Auftragsart unterscheidet
Flachdachwartung ist die wertvollste Auftragsart in diesem Segment: wiederkehrend, planbar, mit Folgeaufträgen. Hier lohnt die ausführlichste Darstellung.
Flachdachsanierung ist der große Auftrag, der häufig aus der Wartung entsteht. Als eigene Kampagne funktioniert sie ebenfalls, mit längeren Entscheidungswegen und Vergabe über Eigentümerbeschlüsse.
Dachbegrünung wird zunehmend nachgefragt, teils aufgrund kommunaler Vorgaben. Hier gibt es viele offene Fragen zu Statik, Pflege und Kosten — und wenige Betriebe, die sie beantworten.
Photovoltaik auf Flachdächern bringt eine eigene Fragestellung mit: Was macht die zusätzliche Last mit dem Aufbau, und sollte die Abdichtung vorher erneuert werden? Diese Frage wird von Verwaltungen häufig gestellt.
Absturzsicherung und Wartung von Sicherungssystemen ist ein unterschätzter Bereich mit klarer rechtlicher Grundlage und regelmäßiger Prüfpflicht.
Gewerbe- und Industriedächer haben größere Flächen und andere Auftraggeber — hier entscheidet oft das Facility Management, mit eigenen Anforderungen an Dokumentation und Ausschreibung.
Steildach im Privatbereich gehört nicht in diese Kampagnen. Dafür sind andere Kanäle geeignet, und die Vermischung verwässert beide.
Die praktische Regel: Wartung und Sanierung getrennt führen. Sie haben unterschiedliche Entscheidungswege und unterschiedliche Ansprechpartner.
Die Dokumentation ist das Produkt
Ein Punkt verdient eigene Aufmerksamkeit, weil er über die Zufriedenheit dieser Auftraggeber stärker entscheidet als die handwerkliche Leistung: die Dokumentation.
Ein Verwalter kann nicht beurteilen, ob eine Abdichtung fachgerecht ausgeführt wurde. Er war nicht auf dem Dach und wird nie dort sein.
Was er beurteilen kann, ist das, was er in der Hand hält.
Ein Wartungsprotokoll mit Datum, Objektbezeichnung, durchgeführten Arbeiten, festgestellten Mängeln und Fotos. Eine klare Empfehlung, was kurzfristig und was mittelfristig zu tun ist. Eine Aussage zum Gesamtzustand.
Dieses Dokument ist für ihn das eigentliche Produkt. Er legt es der Eigentümergemeinschaft vor, er belegt damit seine Sorgfalt, er plant damit sein Budget für das kommende Jahr.
Ein Betrieb, der ordentlich dokumentiert, wird als zuverlässig wahrgenommen — auch wenn die handwerkliche Leistung dieselbe ist wie beim Wettbewerber, der nur eine Rechnung schickt.
Umgekehrt ist eine fehlende Dokumentation der häufigste Grund, warum Verwaltungen den Betrieb wechseln.
Für die Darstellung heißt das: Ein Beispielprotokoll auf der Zielseite wirkt stärker als jede Beschreibung. Wer zeigt, was der Auftraggeber bekommt, beantwortet die Frage, die er hat.
Ein zweiter Punkt betrifft die Mehrjahresbetrachtung. Ein Verwalter, der über Jahre dieselbe Dokumentation bekommt, kann die Entwicklung eines Daches verfolgen — und er kann eine anstehende Sanierung früh in die Rücklagenplanung aufnehmen.
Für den Betrieb bedeutet das einen Auftrag, der Jahre im Voraus angekündigt ist.
Was das kostet — und woran man es misst
Ein sinnvolles Monatsbudget liegt meist zwischen 250 und 700 Euro. Wie bei diesem Kanal üblich, begrenzt das Suchvolumen nach oben — mehr Budget bringt ab einem Punkt keine zusätzlichen Klicks.
Die wirtschaftliche Rechnung geht über die Dauer, nicht über den Einzelauftrag.
Ein Wartungsvertrag über mehrere Objekte mit jährlicher Verlängerung trägt das Budget über Jahre. Hinzu kommen die Reparaturen, die aus der Wartung entstehen, und mit einiger Wahrscheinlichkeit eine Sanierung.
Gemessen wird deshalb an drei Größen: Anfragen getrennt nach Auftraggeberart, Angebotsquote, und — die entscheidende — Zahl und Laufzeit gewonnener Verträge.
Die Anfragezahl allein ist in diesem Segment wenig aussagekräftig, weil die Zahl klein ist. Zehn Anfragen im Quartal können ein hervorragendes Ergebnis sein, wenn drei davon zu Wartungsverträgen führen.
Ergänzend lohnt eine Erfassung, die wenig Aufwand macht und viel zeigt: Wie viele Objekte betreut der gewonnene Auftraggeber insgesamt? Diese Zahl ist das Potenzial der Beziehung.
Ein Verwalter mit zwanzig Objekten, der zunächst zwei davon vergibt, ist ein anderer Kunde als einer mit drei.
Wann wir abraten
Wenn der Betrieb keine Flachdachkompetenz hat, raten wir ab. Das gewerbliche Geschäft läuft überwiegend über Flachdächer, und ohne diese Kompetenz fehlt die Grundlage.
Auch wenn keine Kapazität für Wartungsverträge besteht, halten wir uns zurück. Ein Wartungsvertrag muss bedient werden, auch wenn gerade große Sanierungsaufträge locken — wer Termine verschiebt, verliert den Auftraggeber und den guten Ruf bei dessen Kollegen.
Ebenso, wenn Anfragen nicht innerhalb eines Werktags beantwortet werden können. In diesem Segment wird parallel angefragt, und wer zu spät antwortet, ist raus.
Und wir raten ab, wenn keine ordentliche Dokumentation geleistet wird. Für diese Auftraggeber ist das Protokoll das eigentliche Produkt — ohne es entsteht keine dauerhafte Beziehung, und der Aufwand der Akquise ist verloren.
Häufige Fragen zu Bing Ads für Dachdecker
Warum sind Hausverwaltungen eine eigene Zielgruppe?
Und warum ausgerechnet Bing?
Was ist an Wartungsverträgen so wertvoll?
Was prüft ein Verwalter?
Warum ein Formular statt eines Anrufs?
Was kostet das?
Weitere Antworten zu Zusammenarbeit, Laufzeiten und Kanälen stehen in unseren häufigen Fragen.