Daumenprobe — wie Dein Bild wirklich ankommt
Du gestaltest auf 27 Zoll, gesehen wird auf 160 Pixel. Dieses Werkzeug zeigt Dein Bild in den Größen, in denen es tatsächlich erscheint — und misst, wie viel dabei verloren geht. Alles im Browser, nichts wird hochgeladen.
Bild in echter Größe ansehen
Leg Dein Bild ab. Es erscheint in den Größen, in denen es tatsächlich gesehen wird — auf weißem Grund, so wie im Suchergebnis. Die Datei bleibt dabei auf Deinem Gerät.
Warum die Größe alles ändert
Bilder werden auf einem großen Monitor gestaltet und auf einem Handy gesehen. Zwischen beidem liegt der Faktor zehn. Eine Infografik, die in der Bildbearbeitung aufgeräumt wirkt, ist in der Trefferliste ein grauer Fleck mit Rauschen.
Das ist kein Geschmacksurteil, sondern Arithmetik: Eine Beschriftung in 24 Pixel Höhe auf einem 2.000 Pixel breiten Bild ist im 160-Pixel-Thumbnail noch knapp zwei Pixel hoch. Zwei Pixel sind keine Schrift mehr, sondern eine Linie.
Was im 160-Pixel-Thumbnail nicht zu erkennen ist, gehört nicht ins Bild — sondern in die Bildunterschrift, den Titel oder die weiteren Bilder des Listings.
Was gemessen wird
| Wert | Verfahren | Grün ab |
|---|---|---|
| Motivbreite | Umrisse aller nicht-weißen Pixel, umgerechnet auf 160 px | 110 von 160 Pixeln |
| Weiße Fläche | Anteil der Pixel heller als 247 in allen Kanälen | unter 55 Prozent |
| Kantenschärfe | Bild auf 160 px verkleinern, zurückrechnen und die Summe der Helligkeitssprünge mit dem Original vergleichen | unter 45 Prozent Verlust |
Die beiden Schalter über den Kacheln simulieren, wie das Bild wahrgenommen wird, wenn niemand hinsieht: unscharf für das Vorbeiscrollen, Graustufen für den Kontrast ohne Farbhilfe. Wer sein Motiv in Graustufen nicht mehr vom Hintergrund trennen kann, hat ein Kontrastproblem.
Was das Werkzeug nicht leistet
- Es liest keinen Text. Ob Deine Beschriftung noch lesbar ist, entscheidest Du beim Blick auf die Kacheln — nicht die Messung.
- Es kennt Dein Umfeld nicht. Wie Dein Bild wirkt, hängt davon ab, was daneben steht. Prüf es im Zweifel direkt in der echten Trefferliste.
- Die Größen sind Näherungen. Je nach Gerät, Zoomstufe und Layout weicht die tatsächliche Darstellung ab.
- Es urteilt nicht über Gestaltung. Ein technisch gut skalierendes Bild kann trotzdem langweilig sein.
Wenn das Ergebnis ernüchternd ist
Meistens liegt es an einer von drei Sachen — in dieser Reihenfolge angehen:
- Zu viel Luft. Enger anschneiden. Das ist der größte Hebel und kostet nichts außer einem neuen Export.
- Zu viel Text. Eine Aussage je Bild. Die übrigen Argumente haben eigene Plätze in der Galerie.
- Zu wenig Kontrast. Ein farbiger Akzent oder ein dunklerer Hintergrund — außer beim Amazon-Hauptbild, dort ist Weiß Pflicht.