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Was darf eine Anfrage kosten?

Die Frage nach dem richtigen Klickpreis lässt sich nicht direkt beantworten — sie hängt an Deinem Deckungsbeitrag, Deiner Abschlussquote und Deiner Conversion-Rate. Vier Zahlen eintragen, und Du weißt, wo die Grenze liegt.

Stefan Fantobsky
Geprüft von Stefan Fantobsky
Performance Marketing & Growth, SkyXmedia™ · Zuletzt aktualisiert: 10.10.2026

Rechnen

Vier Zahlen aus Deinem Geschäft — heraus kommt die Obergrenze, bis zu der sich eine Anfrage rechnet.

€
Was nach den variablen Kosten übrig bleibt — nicht der Umsatz.
%
Deine Abschlussquote im Vertrieb.
%
Welchen Teil des Deckungsbeitrags Du abgeben willst.
%
Conversion-Rate Deiner Landingpage.

    Die Rechenkette

    Die Frage „Was darf ein Klick kosten?“ lässt sich nicht direkt beantworten. Sie hängt an drei Zahlen, die weiter hinten im Geschäft liegen:

    Schritt Rechnung Was dabei herauskommt
    1Deckungsbeitrag × AbschlussquoteWert einer Anfrage
    2Wert × Anteil für WerbungErlaubter Preis je Anfrage (CPA)
    3CPA × Conversion-RateErlaubter Klickpreis (CPC)

    Der entscheidende Punkt steht in Schritt 1: Gerechnet wird mit dem Deckungsbeitrag, nicht mit dem Umsatz. Wer den Umsatz einsetzt, kommt auf Klickpreise, die sich nur auf dem Papier tragen.

    Der Anteil für Werbung

    Bei 100 % arbeitest Du kostendeckend — jeder Euro Deckungsbeitrag geht in die Akquise. Üblich sind 20 bis 40 %, je nachdem, wie viel vom Deckungsbeitrag für Fixkosten und Gewinn stehen bleiben muss. Wer wachsen will und Folgeaufträge hat, darf höher gehen.

    Wo die Rechnung schiefgeht

    • Umsatz statt Deckungsbeitrag. Der häufigste Fehler. Bei 20 % Marge ist der erlaubte Klickpreis fünfmal kleiner, als der Umsatz vermuten lässt.
    • Geschätzte Abschlussquote. Die meisten schätzen zu hoch. Zähl nach, wie viele der letzten 50 Anfragen zu Aufträgen wurden — das Ergebnis überrascht oft.
    • Kundenwert ignoriert. Wenn Kunden im Schnitt dreimal kaufen, rechne mit dem Deckungsbeitrag über die gesamte Beziehung. Dann steigt die Obergrenze deutlich.
    • Eine Zahl für alles. Produkt A und Produkt B haben verschiedene Deckungsbeiträge. Ein gemeinsamer Klickpreis subventioniert das schwache Produkt mit dem starken.

    Und dann?

    Die Zahl aus Schritt 3 ist die Grenze, nicht das Ziel. Praktisch nutzt Du sie so:

    1. Vergleichen. Liegt Dein tatsächlicher Klickpreis darüber, ist die Kampagne nicht zu teuer — sie ist falsch eingestellt oder die Landingpage zu schwach.
    2. Gebotsziel setzen. Der CPA aus Schritt 2 ist der Wert, den Du in Google Ads als Ziel-CPA hinterlegst.
    3. An der Conversion-Rate arbeiten. Sie wirkt direkt auf den erlaubten Klickpreis. Von 2 auf 3 Prozent heißt: 50 Prozent mehr Spielraum im Gebot.

    Häufige Fragen

    Welchen Deckungsbeitrag soll ich eintragen?
    Den je Auftrag: Umsatz minus alle Kosten, die nur durch diesen Auftrag entstehen — Material, Fremdleistung, Versand, Zahlungsgebühren. Löhne und Miete gehören nicht hinein, die laufen weiter.
    Was, wenn Kunden mehrfach kaufen?
    Dann rechne mit dem Deckungsbeitrag über die gesamte Kundenbeziehung statt über einen Auftrag. Die Obergrenze steigt entsprechend — und das ist der Grund, warum Wettbewerber mit Abo- oder Wartungsmodellen mehr bieten können.
    Wie hoch sollte der Anteil für Werbung sein?
    Üblich sind 20 bis 40 Prozent des Deckungsbeitrags. Entscheidend ist, was danach noch für Fixkosten und Gewinn übrig bleiben muss. Bei 100 Prozent arbeitest Du kostendeckend — kurzfristig vertretbar, dauerhaft nicht.
    Gilt das für Google Ads und Meta gleichermaßen?
    Die Rechnung ja, die Zahlen nicht. Meta liefert meist günstigere Klicks bei schwächerer Conversion-Rate, Google das Umgekehrte. Rechne je Kanal mit dessen eigener Conversion-Rate.
    Mein erlaubter Klickpreis liegt unter dem Marktpreis. Was nun?
    Dann ist der Kanal für dieses Angebot in dieser Form nicht wirtschaftlich. Drei Auswege: höherer Deckungsbeitrag (Preis, Bündel), bessere Conversion-Rate, oder ein Kanal mit günstigerem Einstieg. Mehr Budget ist keiner davon.
    Werden meine Eingaben gespeichert?
    Nein. Die Rechnung läuft im Browser, es wird nichts übertragen und nichts gespeichert.

    Wer hinter diesem Werkzeug steht

    Stefan Fantobsky

    Stefan Fantobsky

    Performance Marketing & Growth, SkyXmedia™

    Verantwortet bei SkyXmedia™ Kampagnensteuerung. Dieser Rechner ist aus einer Frage entstanden, die in fast jedem Erstgespräch fällt — und auf die erstaunlich wenige Konten eine Antwort haben.

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