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Google Ads für Handwerker — Anfragen kaufen, wenn der Bedarf akut ist

SEO braucht Monate. Ein ausgefallener Heizkessel wartet keine Monate. Google Ads kauft genau den Moment, in dem jemand ein Problem hat und jetzt jemanden sucht — planbar, messbar und abschaltbar, sobald die Auftragsbücher voll sind.

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Stefan Fantobsky
Geprüft von Stefan Fantobsky
Performance Marketing & Growth, SkyXmedia™ · Zuletzt aktualisiert: 30.08.2026
Anfragen ab Tag eins
Budget täglich steuerbar
Anrufe statt Klicks messen

Was wir für Handwerksbetriebe machen

Google Ads ist im Handwerk kein Selbstläufer: Die Klickpreise sind moderat, die Streuverluste aber hoch. Diese vier Bausteine entscheiden darüber, ob aus Klicks Aufträge werden:

Warum Google Ads im Handwerk anders funktioniert

In den meisten Branchen ist der Weg zur Entscheidung lang: recherchieren, vergleichen, überlegen. Im Handwerk ist er bei akutem Bedarf extrem kurz. Wer sucht, hat ein Problem — und ruft den ersten Betrieb an, der plausibel wirkt und erreichbar ist.

Das verändert die Anforderungen an die Kampagne grundlegend. Es geht nicht darum, Reichweite aufzubauen, sondern darum, im richtigen Moment und im richtigen Umkreis sichtbar zu sein. Und es geht darum, dass am anderen Ende jemand abnimmt.

Gleichzeitig ist der zweite Teil des Geschäfts das genaue Gegenteil: Eine Badsanierung wird über Wochen geplant, mit mehreren Angeboten. Beide Nachfragearten in derselben Kampagne zu bedienen, ist der häufigste Fehler in Handwerkskonten — und der teuerste.

So gehen wir vor

Kein Paket von der Stange. Der Ablauf richtet sich nach Gewerk, Einzugsgebiet und freier Kapazität — die Reihenfolge bleibt dieselbe.

Zahlen prüfen

3–5 Tage

Bevor eine Kampagne startet, klären wir, was ein Auftrag je Gewerk wert ist und wie viele Anfragen der Betrieb überhaupt verarbeiten kann. Ohne diese beiden Zahlen ist jede Gebotsstrategie geraten.

  • Auftragswert je Gewerk erfassen
  • Verarbeitbare Anfragen pro Woche klären
  • Bestehendes Konto auf Streuverluste prüfen
  • Wettbewerbsdichte im Einzugsgebiet messen

Messung aufsetzen

3–5 Tage

Zuerst die Messung, dann die Kampagne. Anrufe, Formulare und Routenanfragen werden getrennt erfasst — sonst optimiert Google auf das Falsche.

  • Anrufverfolgung je Kampagne einrichten
  • Formular- und Anrufziele trennen
  • Einwilligung datenschutzkonform lösen
  • Werte je Conversion hinterlegen

Kampagnen aufbauen

1–2 Wochen

Je Gewerk eine eigene Struktur, je Einzugsgebiet eine eigene Steuerung. Dazu Ausschlüsse für alles, was nach Bewerbung, Ausbildung oder Do-it-yourself klingt.

  • Struktur nach Gewerk und Suchabsicht
  • Notdienst getrennt mit eigenem Zeitplan
  • Negative Begriffe vor dem Start hinterlegen
  • Anzeigentexte je Gewerk statt Baukasten

Lernphase begleiten

2–4 Wochen

In den ersten Wochen wird täglich auf Suchbegriffe geschaut. Was Anfragen bringt, bekommt mehr Budget — was nur Klicks bringt, wird ausgeschlossen.

  • Suchbegriffe täglich durchgehen
  • Ausschlüsse laufend erweitern
  • Gebote nach Uhrzeit anpassen
  • Anzeigentexte gegeneinander testen

Auf Ertrag steuern

laufend

Ab dem zweiten Monat geht es nicht mehr um Klickpreise, sondern um Kosten je Auftrag. Kampagnen, die das nicht liefern, werden umgebaut oder abgeschaltet.

  • Kosten je Anfrage je Gewerk auswerten
  • Anfragen bis zum Auftrag zurückverfolgen
  • Budget zwischen Gewerken verschieben
  • Bei Auslastung gezielt drosseln

Struktur: ein Gewerk, eine Kampagne

Der klassische Aufbau in vielen Konten sieht so aus: eine Kampagne, ein Budget, alle Gewerke in Anzeigengruppen. Das Ergebnis ist vorhersehbar — das Budget fließt dorthin, wo die Klicks am billigsten sind, also meist zu allgemeinen Suchen mit geringer Kaufabsicht.

Sinnvoll ist die Trennung nach Gewerk und Nachfrageart: Notdienst mit eigenem Zeitplan und höheren Geboten, geplante Arbeiten mit längerem Entscheidungsweg und eigener Landingpage, Wartung mit Blick auf den Vertragswert statt den Erstauftrag.

Dazu kommt die räumliche Steuerung. Ein Betrieb, der im Umkreis von zehn Kilometern in zwanzig Minuten vor Ort ist, sollte für Orte in fünfzig Kilometern Entfernung nicht dasselbe bieten. Diese Abstufung kostet nichts und spart oft ein Viertel des Budgets.

Die Messung entscheidet über die Qualität der Steuerung

Moderne Gebotsstrategien sind lernende Systeme. Sie werden genau so gut, wie die Daten, die sie bekommen. Ein Handwerkskonto, das nur Formularabsendungen misst, gibt dem System ein verzerrtes Bild — weil die Mehrheit der Anfragen telefonisch kommt.

Deshalb steht bei uns die Messung vor der Kampagne. Anrufe werden über eine eigene Nummer je Kampagne erfasst, Formulare getrennt gezählt, Routenanfragen als eigenes Signal gewertet. Dazu bekommt jede Conversion einen Wert, der dem tatsächlichen Auftragswert des Gewerks entspricht.

Der Effekt ist regelmäßig deutlich: Konten, bei denen wir die Anrufmessung nachgezogen haben, verschieben ihr Budget innerhalb weniger Wochen spürbar — weg von Suchen mit vielen Klicks, hin zu Suchen mit wenigen, aber wertvollen Anrufen.

Der teuerste Klick ist der, bei dem niemand abnimmt

Jede Anzeige, die geklickt wird, kostet Geld — unabhängig davon, ob daraus ein Auftrag wird. Wenn das Telefon während der Anzeigenschaltung nicht besetzt ist, zahlst Du für Anrufe, die auf der Mailbox landen. Das ist die teuerste Form von Werbung, die es gibt.

Die einfachste Gegenmaßnahme ist ein Zeitplan: Anzeigen laufen dann, wenn jemand abnimmt. Für Notdienst gilt das Gegenteil — dort sind die Nachtstunden oft die wertvollsten, sofern der Betrieb tatsächlich ausrückt.

Wo das nicht reicht, hilft eine Erstannahme: ein Dienst oder eine Mitarbeiterin, die Anrufe entgegennimmt und qualifiziert. Rechnet man die Kosten gegen die Klickpreise, ist das in fast allen Fällen die günstigere Lösung.

Selbstcheck: Wo verbrennt Dein Budget?

Acht Aussagen aus der Praxis. Die Auswertung erscheint sofort — es werden keine Daten übertragen.

Frage 1 von 8

Was sich je Gewerk unterscheidet

Sanitär und Heizung leben vom Notdienst und von der Wartung. Hier sind die Klickpreise moderat, die Mengen hoch und die Geschwindigkeit entscheidend. Kampagnen laufen oft rund um die Uhr, mit Schwerpunkt auf Anrufen.

Bad- und Küchensanierung ist das Gegenteil: wenige Suchen, hohe Klickpreise, lange Entscheidungswege. Hier lohnt sich eine eigene Landingpage mit Referenzen, und die erste Anfrage ist selten der Auftrag, sondern der Beginn eines Gesprächs.

Elektro liegt dazwischen, mit einer Besonderheit: Ein erheblicher Teil der Suchen kommt von Menschen, die eine Anleitung suchen, nicht einen Betrieb. Ohne konsequente Ausschlüsse verbrennt hier ein Drittel des Budgets an Heimwerkern.

Google Ads für Stellenanzeigen — mit Vorsicht

Viele Betriebe suchen Fachkräfte dringender als Kunden. Google Ads kann das unterstützen, funktioniert dabei aber anders als in der Kundengewinnung: Es wird nicht nach „Job Elektriker" gesucht, solange jemand zufrieden ist. Die Suchmengen sind entsprechend klein.

Sinnvoll ist es trotzdem — allerdings mit einem eigenen Konto oder mindestens einer eigenen Kampagne mit eigenem Budget. Andernfalls konkurrieren Stellenanzeigen mit der Kundenakquise um dasselbe Geld, und die Steuerung wird unbrauchbar. Wichtig ist außerdem eine eigene Seite: Eine Bewerbung entsteht nicht auf der Leistungsseite für Badsanierung.

Was das kostet — und ab wann es sich rechnet

Das Werbebudget geht direkt an Google und liegt für einen Betrieb mit einem Gewerk meist bei 800 bis 1.500 Euro im Monat. Die Betreuung — Aufbau, Messung, laufende Steuerung — kommt hinzu und bewegt sich je nach Umfang im mittleren dreistelligen bis niedrigen vierstelligen Bereich.

Die entscheidende Rechnung ist aber eine andere: Was kostet eine Anfrage, und wie viele Anfragen werden zum Auftrag? Bei einem durchschnittlichen Auftragswert von 2.500 Euro und einer Abschlussquote von dreißig Prozent darf eine Anfrage deutlich mehr kosten, als die meisten Betriebe vermuten. Diese Rechnung stellen wir vor dem Start auf — mit Deinen Zahlen, nicht mit Branchenmittelwerten.

Wann wir abraten

Wenn die Auftragsbücher voll sind und keine Einstellung geplant ist, raten wir ab. Zusätzliche Anfragen erzeugen dann nur Absagen — und Absagen kosten Ruf. In dem Fall ist ein Gespräch über Preise oder Auftragsauswahl sinnvoller.

Auch bei Budgets unter etwa 500 Euro im Monat halten wir uns zurück. Darunter dauert die Lernphase so lange, dass die Ergebnisse zufällig bleiben — und Zufall lässt sich nicht optimieren. Da ist das Geld in einem gepflegten Unternehmensprofil besser aufgehoben.

Und wir starten keine Kampagne, solange die Anrufmessung nicht steht. Ohne sie steuern wir blind, und das ist gegenüber dem Kunden nicht zu vertreten.

Häufige Fragen zu Google Ads im Handwerk

Was kostet ein Klick im Handwerk?
Das schwankt stark: Bei allgemeinen Suchen wie „Elektriker" liegt der Klickpreis oft zwischen einem und drei Euro, bei kaufnahen Suchen wie „Badsanierung Komplettangebot" auch bei acht bis fünfzehn Euro. Die Zahl allein sagt aber nichts. Entscheidend ist, was eine Anfrage kostet und was ein Auftrag einbringt — ein Zwölf-Euro-Klick ist günstig, wenn daraus eine Sanierung für 15.000 Euro wird.
Wie schnell kommen die ersten Anfragen?
Technisch innerhalb weniger Stunden nach dem Start. Belastbar wird es nach zwei bis vier Wochen, wenn genug Daten für die Gebotssteuerung vorliegen. Wer nach drei Tagen ein Urteil fällt, bewertet Zufall. Wir setzen deshalb bewusst ein Startbudget an, das diese Lernphase trägt, ohne dass sie weh tut.
Lohnt sich Google Ads neben SEO?
In den meisten Fällen ja, weil beide unterschiedliche Aufgaben haben. SEO baut Sichtbarkeit auf, die dauerhaft trägt, braucht aber Monate. Google Ads liefert sofort, hört aber auf zu liefern, sobald das Budget aus ist. Viele Betriebe fahren beides parallel: Ads für die akute Auslastung, SEO für die Unabhängigkeit davon.
Warum muss ich Anrufe messen?
Weil Google seine Gebote danach steuert, was gemessen wird. Ein Betrieb, der nur Formulare misst, sagt dem System damit: Die Suchen, die Anrufe bringen, sind wertlos. Genau die Kampagnen werden dann heruntergefahren — obwohl sie die Aufträge liefern. Anrufverfolgung ist deshalb keine Kür, sondern die Grundlage jeder sinnvollen Steuerung.
Kann ich die Kampagne pausieren, wenn ich ausgelastet bin?
Ja, und das ist oft sinnvoll. Anders als bei SEO lässt sich das Budget tagesgenau drosseln oder stoppen. Zu beachten ist nur: Nach einer längeren Pause braucht die automatische Gebotssteuerung wieder eine kurze Lernphase. Bei saisonalen Betrieben planen wir das von vornherein ein, statt hart ein- und auszuschalten.
Mit welchem Budget sollte ich starten?
Für einen Betrieb mit einem Gewerk und einem Einzugsgebiet von rund 30 Kilometern reichen erfahrungsgemäß 800 bis 1.500 Euro im Monat, um belastbare Daten zu bekommen. Darunter wird die Lernphase zu lang und die Ergebnisse zufällig. Mehrere Gewerke brauchen entsprechend mehr — oder eine klare Entscheidung, mit welchem wir anfangen.

Weitere Antworten zu Zusammenarbeit, Laufzeiten und Kanälen stehen in unseren häufigen Fragen.

Wer hinter dieser Seite steht

Stefan Fantobsky

Stefan Fantobsky

Performance Marketing & Growth, SkyXmedia™

Betreut bei SkyXmedia™ unter anderem Handwerksbetriebe im Rheinland und im Ruhrgebiet — und verantwortet dort Werbebudgets vom Startkonto bis zum sechsstelligen Jahresetat.

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