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Google Ads für Photovoltaik und Solar — Leads, die zum Auftrag werden

Solar-Leads sind teuer geworden — 60 bis 150 Euro sind je nach Region normal. Entscheidend ist deshalb nicht, wie viele Anfragen die Kampagne liefert, sondern wie viele davon ein Dach haben, das sich eignet, und einen Menschen dahinter, der entscheiden darf. Alles andere ist bezahlter Datenmüll.

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Stefan Fantobsky
Geprüft von Stefan Fantobsky
Performance Marketing & Growth, SkyXmedia™ · Zuletzt aktualisiert: 30.08.2026
Qualität vor Menge
Nachfasszeit entscheidet
Steuerung nach Abschluss

Was wir für Solarbetriebe machen

Im Solarmarkt entscheidet nicht der Leadpreis über die Rendite, sondern die Abschlussquote. Diese vier Bausteine setzen genau dort an:

Warum der Leadpreis die falsche Kennzahl ist

In kaum einem Markt wird so viel über Leadpreise gesprochen wie im Solargeschäft. Das ist verständlich — die Preise sind in wenigen Jahren erheblich gestiegen. Als Steuerungsgröße taugt der Leadpreis trotzdem nicht.

Der Grund ist einfach: Eine Anfrage von jemandem, der zur Miete wohnt, kostet genauso viel wie eine von einem Eigenheimbesitzer mit Südausrichtung und hohem Verbrauch. Im Durchschnitt sieht das Konto dann gut aus, im Vertrieb kommt trotzdem nichts an.

Die relevante Zahl sind die Kosten je Vertrag. Sie lassen sich nur ermitteln, wenn der Vertrieb zurückmeldet, was aus jeder Anfrage geworden ist. Ohne diese Rückkopplung optimiert das System auf billige Klicks — und billig ist im Solargeschäft fast immer ein Warnsignal.

So gehen wir vor

Kein Paket von der Stange. Der Ablauf richtet sich nach Montagekapazität, Anlagentyp und Vertriebsstärke — die Reihenfolge bleibt dieselbe.

Zahlen und Kapazität klären

3–5 Tage

Bevor eine Kampagne startet, klären wir Deckungsbeitrag je Anlage, Abschlussquote und wie viele Anfragen der Vertrieb wirklich verarbeiten kann.

  • Deckungsbeitrag je Anlagengröße erfassen
  • Abschlussquote von Anfrage zu Vertrag
  • Verarbeitbare Anfragen pro Woche klären
  • Montagekapazität für die Folgemonate prüfen

Messung und CRM verbinden

5–7 Tage

Ohne Rückmeldung aus dem Vertrieb bleibt jede Steuerung Vermutung. Der Status jedes Leads fließt zurück in die Gebotssteuerung.

  • Anfragen mit Herkunft ins CRM übergeben
  • Statusrückmeldung an Google einrichten
  • Anrufe getrennt vom Formular messen
  • Werte nach Anlagengröße hinterlegen

Kampagnen aufbauen

1–2 Wochen

Getrennt wird nach Absicht: konkrete Kaufabsicht, Kostenrecherche und Förderfragen brauchen unterschiedliche Gebote und Zielseiten.

  • Kaufabsicht und Recherche trennen
  • Mietwohnungs- und Bastlersuchen ausschließen
  • Regionale Steuerung nach Montageradius
  • Anzeigentexte mit klarer Qualifizierung

Landingpage und Formular

2–3 Wochen

Die Seite muss vorqualifizieren, ohne abzuschrecken. Mehrstufige Formulare funktionieren hier deutlich besser als ein langes.

  • Formular in drei kurze Schritte teilen
  • Dachdaten vor Kontaktdaten abfragen
  • Ersparnis konkret statt abstrakt zeigen
  • Förderlage aktuell und belegt darstellen

Auf Verträge steuern

laufend

Ab dem zweiten Monat zählt die Zahl der Verträge je Kampagne, nicht die Zahl der Anfragen. Was nur Anfragen liefert, wird umgebaut.

  • Kosten je Vertrag je Kampagne auswerten
  • Schlechte Leadquellen abschalten
  • Budget nach Montagekapazität steuern
  • Saisonale Schwankungen einplanen

Die Qualifizierung beginnt vor dem Klick

Der erste Filter ist die Anzeige selbst. Eine Anzeige, die von „kostenloser Beratung" spricht, zieht alles an. Eine, die „Photovoltaik für Ihr Eigenheim — Wirtschaftlichkeitsprüfung in 5 Minuten" sagt, spricht gezielt Eigentümer an und schreckt Mieter ab, bevor der Klick Geld kostet.

Der zweite Filter sind die Ausschlüsse. In jedem Solarkonto, das wir übernehmen, finden sich Klicks auf Suchen wie „Photovoltaik selbst bauen", „Balkonkraftwerk", „Solarmodule gebraucht" oder „Photovoltaik Ausbildung". Diese Suchen haben erhebliche Mengen und führen nie zu einem Auftrag.

Der dritte Filter ist die räumliche Steuerung. Viele Betriebe schalten großzügig, weil größere Reichweite mehr Anfragen verspricht. Anfragen aus einer Entfernung, in der Montage und Service unwirtschaftlich werden, sind aber kein Gewinn — sie binden Vertriebszeit und enden in Absagen.

Das Formular entscheidet über die Leadqualität

Ein Formular mit Name, Mail und Telefonnummer ist schnell ausgefüllt und liefert viele Anfragen. Es liefert aber keine Information darüber, ob das Dach geeignet ist, ob der Anfragende überhaupt entscheiden darf und wie ernst die Absicht ist.

Wirksam ist ein mehrstufiger Aufbau: Zuerst die Fragen zum Objekt — Eigentum oder Miete, Dachform und Ausrichtung, ungefähres Baujahr, Stromverbrauch. Dann eine erste Einschätzung zur möglichen Anlagengröße und Ersparnis. Erst danach die Kontaktdaten.

Der Effekt ist zweiseitig. Die Zahl der Anfragen sinkt, oft um ein Drittel. Die Abschlussquote steigt dagegen deutlich, weil nur weitermacht, wer die Fragen beantworten kann und will. Unter dem Strich sinken die Kosten je Vertrag — und der Vertrieb telefoniert nicht mehr an Mietwohnungen vorbei.

Die ersten 15 Minuten entscheiden

Solar-Interessenten fragen selten nur bei einem Anbieter an. Die typische Reihenfolge ist: drei Formulare in zehn Minuten, dann abwarten. Wer zuerst zurückruft, führt das erste Gespräch — und prägt damit, woran die späteren Angebote gemessen werden.

Der Unterschied zwischen einem Rückruf nach fünfzehn Minuten und einem am nächsten Tag ist erheblich. Nach einem Tag ist der Interessent oft schon in Gesprächen mit einem Wettbewerber, und Dein Angebot wird zum Vergleichsangebot — also zum Preisdrücker für jemand anderen.

Organisatorisch heißt das: Die Anfrage muss sofort und sichtbar beim Vertrieb landen, nicht in einem Sammelpostfach. Und es braucht eine Regelung für Abende und Wochenenden, weil ein großer Teil der Anfragen genau dann entsteht. Das ist keine Marketingfrage, entscheidet aber über die Rendite des gesamten Werbebudgets.

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Acht Aussagen aus der Praxis. Die Auswertung erscheint sofort — es werden keine Daten übertragen.

Frage 1 von 8

Was sich je Anlagentyp unterscheidet

Aufdachanlagen im Einfamilienhaus sind das Kerngeschäft: klar umrissene Zielgruppe, planbarer Deckungsbeitrag, überschaubarer Vertriebsaufwand. Hier funktionieren Suchkampagnen mit klarer Qualifizierung am besten.

Speicher und Nachrüstungen sind eine eigene Zielgruppe — Menschen, die bereits eine Anlage haben. Diese Suchen sind günstiger, die Abschlusswege kürzer, und sie erreichen Kunden, die dem Thema gegenüber bereits aufgeschlossen sind. Viele Betriebe lassen dieses Feld ungenutzt.

Gewerbeanlagen folgen ganz anderen Regeln: kleine Suchmengen, hohe Auftragswerte, lange Entscheidungswege über mehrere Personen. Hier ist eine eigene Kampagne mit eigenem Budget sinnvoll, und die erste Anfrage ist nie der Auftrag, sondern der Beginn eines Prozesses über Monate.

Monteure suchen — mit eigenem Budget

Die Montagekapazität ist in vielen Solarbetrieben der eigentliche Engpass, nicht die Nachfrage. Google Ads kann bei der Personalsuche unterstützen, funktioniert dabei aber anders: Die Suchmengen sind klein, und es wird nicht nach Stellen gesucht, solange jemand zufrieden ist.

Sinnvoll ist eine strikt getrennte Kampagne mit eigenem Budget und eigener Zielseite. Andernfalls konkurriert die Personalsuche mit der Kundengewinnung um dasselbe Geld — und weil Bewerbungen seltener sind als Anfragen, verliert sie diesen Wettbewerb systematisch.

Was das kostet — und ab wann es sich rechnet

Das Werbebudget geht direkt an Google und liegt bei den aktuellen Klickpreisen meist bei 2.000 bis 4.000 Euro im Monat für ein klar abgegrenztes Gebiet. Dazu kommt die Betreuung für Aufbau, Messung, CRM-Anbindung und laufende Steuerung.

Die Rechnung ist eindeutig, sobald die Abschlussquote bekannt ist. Bei einem Deckungsbeitrag im mittleren vierstelligen Bereich je Anlage und einer Abschlussquote von zwanzig Prozent auf qualifizierte Anfragen darf ein Lead deutlich über hundert Euro kosten. Entscheidend ist, dass diese Rechnung mit echten Zahlen aus Deinem Vertrieb gemacht wird — Branchenmittelwerte führen hier regelmäßig in die Irre.

Wann wir abraten

Wenn kein strukturierter Nachfassprozess existiert, raten wir ab. Bei Leadpreisen in diesem Bereich ist eine Anfrage, die zwei Tage liegen bleibt, schlicht verbranntes Geld. Erst der Prozess, dann die Kampagne.

Auch wenn die Montagekapazität für die kommenden Monate vollständig belegt ist, halten wir uns zurück oder drosseln deutlich. Anfragen, die nicht bedient werden können, erzeugen Frust und schlechte Bewertungen — und die wirken länger nach als ein leerer Monat.

Und wir starten nicht mit einem Formular, das nur Kontaktdaten abfragt. Die Kampagne würde funktionieren, der Vertrieb würde ertrinken, und am Ende stünde die falsche Schlussfolgerung, Google Ads liefere im Solargeschäft nur schlechte Leads.

Häufige Fragen zu Google Ads im Solargeschäft

Was kostet ein Solar-Lead über Google Ads?
Je nach Region und Wettbewerb zwischen 40 und 150 Euro. Diese Spanne sagt allein aber wenig. Entscheidend ist die Abschlussquote: Ein Lead für 120 Euro mit 25 Prozent Abschluss ist deutlich günstiger als einer für 45 Euro mit 5 Prozent. Genau deshalb beginnt unsere Arbeit bei der Qualifizierung und nicht beim Gebot.
Warum sind Leadportale nicht die bessere Alternative?
Weil dieselbe Anfrage dort meist an drei bis fünf Anbieter gleichzeitig verkauft wird. Du zahlst für einen Kontakt, der zeitgleich drei Angebote einholt, und der Preis wird zum einzigen Unterscheidungsmerkmal. Eine eigene Kampagne liefert weniger Anfragen, aber exklusive — und der Interessent kennt beim Gespräch nur Deinen Namen.
Wie schnell muss ich auf eine Anfrage reagieren?
So schnell wie irgend möglich. Auswertungen im Solarvertrieb zeigen dasselbe Muster wie in anderen beratungsintensiven Branchen: Wer innerhalb der ersten Viertelstunde zurückruft, erreicht den Interessenten deutlich häufiger und wird als erster Anbieter wahrgenommen. Nach 24 Stunden ist die Anfrage oft nur noch ein Datensatz.
Wie gehe ich mit dem Preisvergleich um?
Indem die Qualifizierung vor dem Angebot steht. Wer ausschließlich den Preis vergleicht, ist selten ein guter Kunde — und bindet im Vertrieb genauso viel Zeit wie ein ernsthafter Interessent. Ein Formular, das Dachdaten und Verbrauch abfragt, filtert diese Gruppe teilweise heraus. Der Rest ist Vertriebsarbeit, die keine Kampagne abnehmen kann.
Soll ich schalten, wenn die Montage für Monate ausgebucht ist?
Meist nicht in vollem Umfang. Anfragen, die erst in fünf Monaten bedient werden können, springen häufig ab — und hinterlassen schlechte Bewertungen. Sinnvoll ist ein gedrosseltes Budget, das den Auftragsbestand für die Folgemonate auffüllt, statt ihn zu überfüllen. Diese Steuerung planen wir mit Deiner Kapazität, nicht gegen sie.
Mit welchem Budget sollte ich starten?
Bei Leadpreisen in diesem Bereich sind 2.000 bis 4.000 Euro im Monat realistisch, um in vertretbarer Zeit belastbare Daten zu bekommen. Darunter dauert die Lernphase zu lange, und die Bewertung einzelner Kampagnen bleibt Zufall. Wichtiger als die Höhe ist, dass Vertrieb und Nachfassprozess vorher stehen — sonst verbrennt auch ein großes Budget.

Weitere Antworten zu Zusammenarbeit, Laufzeiten und Kanälen stehen in unseren häufigen Fragen.

Wer hinter dieser Seite steht

Stefan Fantobsky

Stefan Fantobsky

Performance Marketing & Growth, SkyXmedia™

Betreut bei SkyXmedia™ unter anderem Solarbetriebe im Rheinland und im Ruhrgebiet — und verantwortet dort Werbebudgets in einem Markt, in dem Leadqualität über die Marge entscheidet.

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