Local SEO für Dachdecker — oben stehen, wenn das Dach undicht ist
Dachdecker bedienen zwei Märkte gleichzeitig: geplante Sanierungen mit Wochen Vorlauf und Sturmschäden, die in Minuten entschieden werden. Beide laufen über dieselbe Suche, brauchen aber völlig unterschiedliche Sichtbarkeit. Local SEO ist der Hebel, der beides gleichzeitig bedient.
Was wir für Dachdeckerbetriebe machen
Zwei Nachfragearten, zwei Geschwindigkeiten: Der Sturmschaden entscheidet sich in Minuten, die Sanierung über Wochen. Diese vier Bausteine bedienen beide:
Zwei Märkte, eine Suche
Kaum ein Gewerk bedient zwei so unterschiedliche Nachfragearten wie das Dachdeckerhandwerk. Auf der einen Seite die geplante Sanierung: Der Eigentümer recherchiert über Wochen, holt drei Angebote ein, entscheidet nach Preis und Vertrauen. Auf der anderen Seite der Sturmschaden: Es regnet ins Haus, und angerufen wird, wer zuerst gefunden wird.
Beide Gruppen suchen zunächst ähnlich — „Dachdecker" plus Ort. Was sie unterscheidet, ist die Dringlichkeit und damit das Verhalten: Der eine liest sich fest, der andere tippt auf die erste Nummer. Eine Sichtbarkeitsstrategie, die nur eine dieser Gruppen bedient, lässt die Hälfte des Marktes liegen.
Der Schlüssel liegt in der Trennung: Der Notfall wird über das Unternehmensprofil und eine schnelle, schlanke Seite bedient. Die geplante Sanierung über ausführliche Leistungsseiten mit Referenzen. Beide greifen auf dieselbe Grundlage zu — ein gepflegtes Profil mit aktuellen Bewertungen.
So gehen wir vor
Kein Paket von der Stange. Der Ablauf richtet sich nach Dacharten, Einzugsgebiet und Notdienstbereitschaft — die Reihenfolge bleibt dieselbe.
Bestandsaufnahme
3–5 TageWir messen, aus welchen Orten der Betrieb im Kartenbereich erscheint — getrennt nach Notfall- und Sanierungssuchen, weil das zwei verschiedene Wettbewerbsfelder sind.
- Sichtbarkeit je Suchart und Ort messen
- Profil gegen drei Wettbewerber halten
- Bewertungsstand und -frequenz erfassen
- Anrufaufkommen bei Unwetterlagen auswerten
Profil aufsetzen
1–2 WochenKategorien und Leistungen werden so gesetzt, dass Notfall und geplante Arbeiten getrennt greifen — inklusive korrekter Notdienstzeiten.
- Haupt- und Nebenkategorien sauber trennen
- Notdienst und Schadensbeseitigung einzeln
- Eigene Fotos von Dächern statt Katalogbildern
- Einzugsgebiet realistisch abbilden
Bewertungen in Gang bringen
laufend ab Woche 2Der beste Zeitpunkt ist direkt nach der Abnahme, solange das Ergebnis frisch ist. Bei Notfällen unmittelbar nach der Reparatur.
- Fester Moment nach der Abnahme
- Kurzlink auf dem Lieferschein
- Antwort auf jede Bewertung
- Monatlicher Abgleich mit dem Umfeld
Leistungsseiten aufbauen
4–8 WochenFür Sanierung, Flachdach, Dachfenster und Sturmschaden entstehen eigene Seiten — mit Ablauf, Referenzen und realistischen Zeitrahmen.
- Leistungen nach Auftragswert priorisieren
- Je Leistung eigene Referenzen zeigen
- Ablauf und Dauer ehrlich beschreiben
- Versicherungsfragen beim Schaden klären
Messen und nachsteuern
monatlichGezählt werden Anrufe und Anfragen aus dem Profil, getrennt nach Notfall und Planung. Daraus wird sichtbar, wo der Aufwand wirkt.
- Anrufe aus dem Profil getrennt erfassen
- Notfall- und Planungsanfragen trennen
- Sichtbarkeit je Ort verfolgen
- Nach Unwetterlagen gezielt auswerten
Der Notfall wird im Kartenbereich entschieden
Wenn nach einem Unwetter Wasser ins Haus läuft, wird nicht verglichen. Gesucht wird auf dem Handy, geklickt wird auf einen der ersten drei Karteneinträge, und angerufen wird, bis jemand rangeht. Der Weg von der Suche zum Anruf dauert selten länger als eine Minute.
Welche drei Betriebe erscheinen, entscheidet sich über Entfernung, hinterlegte Leistungen und Bewertungen. Die Entfernung ist gegeben. Die Leistungen lassen sich präzisieren: „Notdienst", „Sturmschaden", „Dachabdichtung" sollten einzeln hinterlegt sein, nicht unter „Dachdecker" verschwinden.
Bei den Bereitschaftszeiten gilt eine wichtige Einschränkung: Wer Notdienst angibt, muss ihn leisten. Ein Betrieb, der nachts nicht rangeht, sammelt schlechte Bewertungen schneller ein, als die zusätzliche Sichtbarkeit einbringt. Lieber ehrliche Zeiten angeben und diese einhalten.
Leistungsseiten für die geplante Nachfrage
Die Sanierung ist das wirtschaftliche Rückgrat der meisten Dachdeckerbetriebe — hohe Auftragswerte, planbare Termine, wenig Hektik. Gefunden wird sie aber nicht über das Unternehmensprofil allein, sondern über Inhalte, die Fragen beantworten.
Sinnvoll ist eine eigene Seite je Leistungsart: Dachsanierung, Flachdachabdichtung, Dachfenster, Dämmung, Sturmschadenbeseitigung. Auf jeder gehört, was der Eigentümer wissen will — Ablauf, ungefähre Dauer, grober Kostenrahmen, drei bis fünf Referenzprojekte mit Bildern.
Besonders wirksam sind Inhalte zu Fragen, die vor der Beauftragung entstehen: Wann muss ein Dach neu gedeckt werden? Was zahlt die Versicherung bei Sturmschaden? Was kostet eine Dachsanierung pro Quadratmeter? Wer diese Fragen ehrlich beantwortet, wird zur Adresse, bei der später angefragt wird.
Am Tag nach dem Sturm entscheidet das Telefon
Die Sichtbarkeit kann perfekt sein — wenn nach einem Unwetter niemand abnimmt, war die Arbeit umsonst. Und genau das passiert regelmäßig: Der Betrieb ist auf dem Dach, das Büro ist überlastet, und die Mailbox füllt sich mit Anfragen, die alle gleichzeitig kommen.
Realistisch lösbar ist das nur organisatorisch. Eine Erstannahme, die Anrufe entgegennimmt und nach Dringlichkeit sortiert, ist bei Unwetterlagen mehr wert als jede Marketingmaßnahme. Wer das nicht dauerhaft vorhalten will, kann es für Schadenslagen kurzfristig zubuchen — Unwetter kündigen sich in der Regel an.
Der zweite Punkt ist die Rückmeldung an alle, die man nicht bedienen kann. Eine kurze, ehrliche Nachricht mit realistischer Einschätzung verhindert die schlechten Bewertungen, die sonst aus dem Schweigen entstehen. Und sie bringt einen Teil dieser Interessenten später als Sanierungsauftrag zurück.
Selbstcheck: Wo verlierst Du Aufträge?
Acht Aussagen aus der Praxis. Die Auswertung erscheint sofort — es werden keine Daten übertragen.
Was sich je Dachart unterscheidet
Beim Steildach liegt das klassische Sanierungsgeschäft: hohe Auftragswerte, Entscheidungswege über Wochen, viel Wettbewerb. Hier zahlen sich ausführliche Referenzen und Inhalte zu Kosten und Ablauf am stärksten aus.
Flachdach ist ein anderes Feld — häufig gewerblich, oft über Hausverwaltungen und Architekten vermittelt. Die Suchmengen sind kleiner, die Suchenden fachlich versierter. Hier wirken technische Angaben, Materialkenntnis und Referenzen von vergleichbaren Objekten stärker als schöne Bilder.
Der Bereich Reparatur und Wartung wird oft unterschätzt. Die Einzelaufträge sind klein, führen aber regelmäßig zu Sanierungen und zu Wartungsverträgen mit planbarem Ertrag. Wer hier sichtbar ist, baut sich einen Bestand auf, der unabhängig vom Wetter trägt.
Nebeneffekt: Dachdecker finden
Der Fachkräftemangel trifft kaum ein Gewerk so hart wie das Dachdeckerhandwerk. Auch hier ist das Unternehmensprofil oft die erste Station — Bilder vom Team, von der Ausstattung, vom fertigen Dach.
Was in diesem Gewerk besonders wirkt, sind Bilder, die die Arbeit zeigen, wie sie ist: Gerüst, Höhe, Wetter, Kollegen. Bewerber wissen, worauf sie sich einlassen, und wählen Betriebe, die ehrlich auftreten. Betriebe mit gepflegtem Profil berichten regelmäßig von Initiativbewerbungen — ein Nebeneffekt, der bei der aktuellen Lage schnell mehr wert ist als der nächste Auftrag.
Was das für einen Dachdeckerbetrieb kostet
Die Ersteinrichtung — Profilarbeit, Kategorien und Leistungen, Bewertungsprozess, zwei bis drei Leistungsseiten — liegt meist zwischen 1.500 und 3.500 Euro. Die laufende Betreuung mit Monitoring und Bewertungsmanagement bewegt sich deutlich darunter.
Die Rechnung fällt in diesem Gewerk besonders eindeutig aus, weil die Auftragswerte hoch sind. Eine Dachsanierung liegt schnell im fünfstelligen Bereich, eine Flachdachabdichtung ebenfalls. Ein einziger zusätzlicher Auftrag im Jahr trägt den gesamten Aufwand — und ein gut platziertes Profil bringt in einer Unwetterwoche oft mehr als das.
Wann wir abraten
Wenn die Auftragsbücher ohnehin für Monate voll sind und keine Erweiterung geplant ist, bringt zusätzliche Sichtbarkeit nur Absagen. Nach Unwetterlagen ist das ohnehin die Regel — dann ist Steuerung wichtiger als Reichweite.
Wenn im Betrieb niemand bereit ist, nach Einsätzen um Bewertungen zu bitten, halten wir uns zurück. Im Kartenbereich entscheidet dieser Faktor über die Platzierung, und ohne ihn bleibt die übrige Arbeit weitgehend wirkungslos.
Und wir tragen keinen Notdienst ins Profil ein, den der Betrieb nicht leisten kann. Die zusätzlichen Anrufe wären schnell da, die schlechten Bewertungen kurz danach — und die bleiben länger als jede Unwetterlage.
Häufige Fragen zu Local SEO im Dachdeckerhandwerk
Wie werde ich bei Sturmschäden gefunden?
Lohnt sich der Aufwand, wenn Stürme selten sind?
Wie weit reicht der Kartenbereich?
Wie gehe ich mit Anfragen um, die ich nicht annehmen kann?
Brauche ich Bilder von jedem Projekt?
Was kostet Local SEO für einen Dachdeckerbetrieb?
Weitere Antworten zu Zusammenarbeit, Laufzeiten und Kanälen stehen in unseren häufigen Fragen.